Philosophisches Projekt in die Förderlinie Originalitätsverdacht der VolkswagenStiftung aufgenommen

Hate Speech, Fake News oder Filterblasen: Ein neues Forschungsprojekt an der Universität Koblenz-Landau untersucht, was Meinungen angesichts der Verunsicherungen durch technische, gesellschaftliche und politische Entwicklungen für die menschliche Orientierung noch bedeuten können. Das Projekt von Philosophieprofessor Dr. Christian Bermes ist von der VolkswagenStiftung in die Förderlinie „Originalitätsverdacht“ aufgenommen worden und wird mit 66.900 Euro gefördert.

Hate Speech, Fake News oder Filterblasen: Ein neues Forschungsprojekt an der Universität Koblenz-Landau untersucht, was Meinungen angesichts der Verunsicherungen durch technische, gesellschaftliche und politische Entwicklungen für die menschliche Orientierung noch bedeuten können. Das Projekt von Philosophieprofessor Dr. Christian Bermes ist von der VolkswagenStiftung in die Förderlinie „Originalitätsverdacht“ aufgenommen worden und wird mit 66.900 Euro gefördert.

Sind schnelle Äußerungen auf Social Media noch Meinungen? Was sind eigentlich Meinungen und welche Funktion erfüllen sie im menschlichen Leben? Foto: Colourbox

Sind schnelle Äußerungen auf Social Media noch Meinungen? Was sind eigentlich Meinungen und welche Funktion erfüllen sie im menschlichen Leben? Foto: Colourbox

Mit Facebook, Instagram, Twitter & Co. ist es nicht nur leicht geworden, sich zu informieren, man wird auch verführt, sich blitzschnell zu äußern. „Diese Äußerungen werden häufig als Meinungsäußerungen angesehen“, beobachtet Bermes. „Doch handelt es sich hier wirklich um Meinungen?“, fragt er. „Wissen wir eigentlich noch, was Meinungen sind und welche Funktion sie im menschlichen Leben erfüllen? Ist jede Kundgabe einer Stimmung immer auch eine Meinung?“ 

Antworten auf diese Fragen soll sein neues Forschungsprojekt geben, das den Titel „Was können Meinungen (noch) bedeuten? Eine Verteidigung der Meinung in Zeiten der Meinungsverunsicherung“ trägt. Vor dem Hintergrund sich wandelnder Kommunikationsmöglichkeiten und mit Blick auf die Verfassung moderner Gesellschaften fragt das Forschungsprojekt danach, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um eine Äußerung als Meinungsäußerung zu begreifen. Bermes: „Das Projekt greift vor allem die aktuelle Beunruhigung auf, was Meinungen für die menschliche Orientierung noch bedeuten können angesichts der Verunsicherungen durch technische, gesellschaftliche und politische Entwicklungen. Ziel ist, die Eigenständigkeit des Konzepts der Meinung zu entfalten, um eine Theorie der wohlfundierten Meinung zu entwickeln.“ 

Die Forschungsergebnisse sollen gemäß dem Programm der VolkswagenStiftung neue Perspektiven für die Theoriebildung in den Wissenschaften ermöglichen, besonders mit Blick auf die Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften und Eingang finden in die öffentliche Debatte über die Veränderungen der modernen politischen und gesellschaftlichen Kommunikation.

Aufgenommen wurde das Projekt in die Förderlinie „Originalitätsverdacht“ der VolkswagenStiftung. In dieser Förderlinie werden laut VolkswagenStiftung nur Projekte gefördert, die im hohen Maße innovativ sind und neue Perspektiven für verschiedene Disziplinen eröffnen. Die Stiftung bietet mit dem Programm einzelnen Forscherpersönlichkeiten die Möglichkeit, eine neue Idee, eine neue These oder ein neues Thema zu entwickeln.

Kontakt:

Fachbereich 5: Erziehungswissenschaften
Institut für Philosophie
Professor Dr. Christian Bermes
Tel.: (06341) 280 32 274
E-Mail: bermes@uni-landau.de

 

Pressestelle Campus Landau
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
E-Mail:


Datum der Meldung 22.05.2019 00:00
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