Aufbau sachunterrichtsbezogener Diagnose- und Reflexionskompetenzen bei Lehramtsstudierenden

Ziel des Projektes ist die Untersuchung von Methoden zur Förderung sachunterrichtsbezogener Diagnose- und Reflexionskompetenzen bei Lehramtsstudierenden unter zwei verschiedenen Bedingungen.

Da sich Vergleiche als kognitiv aktivierende Maßnahme erwiesen haben, werden diese Befunde auf die Hochschuldidaktik übertragen: In einem Prä-Post Kontrollgruppendesign wird untersucht, inwiefern sich die vergleichende Analyse von mehreren Fällen von der vertiefenden Analyse eines Falles auf den Lernzuwachs von Studierenden auswirkt.

Dazu wurde ein Seminar konzipiert, in welchem Kompetenzen der Diagnose und Rückmeldung im naturwissenschaftlichen Sachunterricht aufgebaut werden sollen. Diagnostizieren und konstruktives Rückmelden von Lernständen und -prozessen sind zwei zentrale Aspekte von Formative Assessment und haben sich als eine Bedingung für den Lernerfolg im Sachunterricht erwiesen. Um den Aufbau trägen Wissens zu vermeiden und gleichzeitig den Erwerb flexibel anwendbaren Wissens zu ermöglichen, werden fallbasierte Lernsettings angeboten. Theoretische und praktische Inhalte werden zusätzlich durch die Analyse von Microteachings und von eigenen videographierten Unterrichtserprobungen miteinander verknüpft.

Der Lernzuwachs der Studierenden wird mit einem eigens entwickelten und validierten fallbasierten Instrument (Text- und Videovignetten von Lehr-Lernsituationen) erfasst und ausgewertet.


Teilprojekt, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (01.05.2016-30.06.2019)