Projektbeschreibung

Metasprachliche Interaktionen in mehrsprachigen Lernsettings als Prädiktor für Sprachbewusstheit und deren Bedeutung für sprachliches Lernen im Deutsch-, Fremdsprachen- und Herkunftssprachenunterricht

 

Im Rahmen des Projekts werden mögliche Zusammenhänge zwischen Sprachkompetenzen und Sprachbewusstheit untersucht. Dazu werden Sprachprofile von ein- und mehrsprachigen Grundschülerinnen und Grundschülern erhoben und mit deren metasprachlichen Aushandlungen, die während der Rezeption mehrsprachiger Geschichten getätigt werden, in Verbindung gebracht. Neben  Lernern mit Türkisch und Russisch als Erstsprache werden vergleichend einsprachig deutsche Kinder einbezogen. Untersucht wird, inwieweit ein Rückgriff auf die Erst-, Zweit- bzw. eine Fremdsprache erfolgt und ob ein solcher für die Ausbildung von Sprachbewusstheit nützlich sein kann. Häufigkeit und Art der metasprachlichen Äußerungen dienen als Indikatoren für eine emergente Sprachbewusstheit.

Die Ergebnisse der Studie geben Aufschluss über die Bedeutung sprachlicher Ressourcen mehrsprachiger Lerner im Kontext einer Mehrsprachenaneignung. Sie bieten zudem didaktische Implikationen zur Nutzung von mehrsprachigem Unterrichtsmaterial in metakommunikativen Aufgabenkontexten des Deutsch-, Fremdsprachen- und Herkunftssprachenunterrichts der Grundschule. Ferner eröffnen sie eine integrative Ausrichtung des Sprachenunterrichts.

 

Bild 02