Chiara Pasqualin

Stipendiatin
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Bürgerstr. 23, 3. Stock, Zi. 174

Titel des Habilitationsprojekts:

Pathische Mit-Transzendenz und Intersubjektivität.

Zum pathischen und intersubjektiven Charakter der (Selbst-) Transzendenz des Menschen im Ausgang von Karl Jaspers, Emmanuel Lévinas und Michel Henry.

 

Abstract:

Das Projekt beabsichtigt, den Zusammenhang zwischen Transzendenz und Intersubjektivität in den prima facie so unterschiedlichen philosophischen Positionen von Karl Jaspers, Emmanuel Lévinas und Michel Henry zu untersuchen. Ausgehend von den Überlegungen der drei Philosophen kann die These aufgestellt werden, dass die Urdimension der Intersubjektivität sich im menschlichen Transzendieren konstituiert. Dieses Transzendieren, verstanden als ein Über-sich-hinaus-gehen-in-die-Alterität, bedeutet daher eine ursprüngliche Aufgeschlossenheit für die Alterität des menschlich Anderen sowie diejenige Gottes und damit zugleich die Infragestellung der Voraussetzung einer punktförmigen und isolierten Subjektivität. Diesen Intersubjektivität begründenden Charakter des Transzendierens als eines ursprünglichen und wesenhaften Existenzvollzugs des Menschen soll dieses Habilitationsprojekt ausarbeiten. Darüber hinaus zielt es darauf ab, zu zeigen, dass einerseits die Transzendenz-Dynamik einen affektiven bzw. pathischen“ Charakter aufweist, und dass andererseits jene ursprüngliche Intersubjektivität die Möglichkeit der empirischen Gesellschaft begründet und das regulative Prinzip der Politik ausmacht.

Tätigkeiten