Lehre

 

 

Übersicht über die Lehrveranstaltungen im aktuellen Semester

Hier finden Sie eine Orientierung hinsichtlich der Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit im Arbeitsbereich 1.

 

Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit

Die nachfolgenden Textabschnitte dienen der Orientierung hinsichtlich der Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit am Arbeitsbereich 1 des Fachbereichs 5 der Universität Koblenz-Landau.

Argumentation 

Einleitung 

In eine Einleitung gehört: 

Eine Einführung in das Thema, um dem Leser/ der Leserin einen Einblick in die Thematik der Arbeit zu geben (zu viel Details sind nicht notwendig).

Ein Absatz zur Fragestellung: Zuerst sagen Sie, worum es gehen soll und welches Thema Sie bearbeiten wollen. Dann folgt eine konkrete Fragestellung. Bei der Formulierung der Fragestellung lassen Sie sich von folgenden Fragen leiten:

  • Was ist Ziel der Arbeit? Was wollen Sie herausfinden?
  • Wie werden Sie argumentieren?
  • Welche Beispiele (z.B. theoretische Konzepte, empirische Daten) ziehen Sie heran, um die Fragestellung zu beantworten.  

Im letzten Absatz der Einleitung stellen Sie eine Kapitelübersicht dar: Kapitel 1 behandelt....... 2-3 Sätze zu jedem Kapitel reichen aus.

Hauptteil: Vom Beschreiben zum Analysieren

Im Folgenden ein paar Fragen, die ein analytisches Reflektieren anregen sollen:

  • Welche Folgen hat Zustand X und für wen?
  • Welche Auswirkungen hat ein Zustand X und auf welchen Ebenen?
  • Wie kann der Zustand X erklärt werden?  
  • Wozu hat Zustand X beigetragen? 

Diese Fragen sind auch hilfreich, wenn Sie zitieren. Es ist wichtig, Zitate zu kommentieren und in die Argumentation einzubetten.

  • Kann man einen Bezug herstellen bzw. einen Vergleich ziehen zwischen Zuständen/Fakten oder Vergangenheit und Gegenwart bzw. zwischen Ländern oder Programmen?
  • Kann der Zustand von verschiedenen Seiten beleuchtet werden?
  • Wie argumentiert der Autor X und wie argumentiert Autorin Y?
  • Wie ergänzen sich Autor(inn)en, wie unterscheidet sich ihre Argumentation/Position? Das können Sie auch explizit so formulieren. Es ist wichtig, sich in einem Kapitel auf mehrere Autor(inn)en beziehen.  
  • Was ist Ihre eigene Meinung? Stimmen Sie mit den Autor(inn)en überein?
  • Welche persönliche Meinung haben Sie zu dem Thema?  

Es ist nicht einfach, sich zu positionieren. Nehmen Sie sich vor, nach jedem größeren Absatz und am Ende jedes Kapitels in 1-2 Sätzen eine positionierende Zusammenfassung/ Erläuterung zu stellen. D.h. Wie bewerten Sie das, was Sie vorher geschrieben haben? Sie können bestätigen, hinterfragen, erläutern oder vergleichen.

Zusammenhang der einzelnen Kapitel

Es ist wichtig, darauf zu achten, dass die einzelnen Kapitel einen Bezug zueinander haben und außerdem durch Übergangssätze miteinander verbunden sind. Ein inhaltlicher Verweis auf vorangegangene Kapitel ist wichtig. Es muss einen expliziten roten Faden geben, den die Leserin/ der Leser von Ihnen dargelegt bekommt und sich nicht selbst suchen muss.

Fazit/Resümee/Schlusswort

Das Schreiben eines Schlusswortes ist sehr individuell, d.h. Sie haben viel Freiraum für inhaltliche Gestaltung. Jedoch sollten folgende Punkte im Schlusswort abgehandelt werden:

  • Abstimmen von Einleitung und Schlusswort: Einleitung und Schlusswort sollten gut aufeinander abgestimmt sein. In der Einleitung haben Sie erläutert, was Sie untersuchen wollen. Im Schlusswort zeigen Sie auf, was Sie untersucht haben (es schadet nicht, den Leser/ die Leserin daran zu erinnern, wie die Fragestellung lautete) und zu welchen Ergebnissen oder Schlussfolgerungen Sie gekommen sind.
  • Zusammenfassung der Hauptargumente: Es geht außerdem darum, die Hauptargumente im Schnellgang zusammenzufassen und sich dabei auf alle Kapitel zu beziehen. Wichtig ist, im Schlusswort nicht neue Darstellungen einzubringen, es sei denn es handelt sich um einen Ausblick (Anregungen zu weiterführenden Forschungen oder zur Umsetzung in die Praxis). Das Schlusswort gibt die Möglichkeit, Zusammenhänge deutlich herauszuarbeiten. So werden die einzelnen Kapitel auch noch mal explizit miteinander verbunden.  
  • Darlegung der eigenen Meinung/Position zum Thema: Im Hauptteil der Arbeit hatten Sie die Gelegenheit, Literatur zu bewerten, d.h. Sie selbst in der Forschungsdiskussion zu positionieren. Im Schlussteil sollten Sie versuchen, Ihre eigene Meinung auf den Punkt zu bringen. Das sollte in Form einer Argumentation geschehen, die verschiedene Seiten/Facetten des Themas beleuchtet. Sie können kritisch argumentieren oder positiv bewerten, das hängt von Ihrer eigenen Meinung zum Thema ab. Das Schlusswort bringt das Kunststück fertig, den analytischen Bogen zum Ausgangspunkt der Arbeit zu schlagen und hebt auf diese Weise die Arbeit auf ein hohes Niveau der Reflexion. Es ist daher ein sehr kreativer Teil des wissenschaftlichen Arbeitens.  

Wissenschaftliche(s) Schreiben / Herangehensweise

Zitieren, Quellenangabe und Literaturliste

Ein zentraler Bestandteil des wissenschaftlichen Schreibens ist der richtige Umgang mit Quellen.

  • Sobald Ideen/Fakten etc. aus der Literatur stammen, muss eine Quellenangabe gemacht werden (Autor Jahr), auch wenn Sie nicht Wort für Wort zitiert haben.
  • Sie müssen Darstellungen/Argumentation mit Quellenangaben (Autor Jahr) versehen, mindestens nach jedem Absatz, es sei denn die Argumentation stammt von Ihnen selbst.  
  • Quellenangaben können im Text gemacht werden oder als Fußnote. Mögliche Stile sind u.a.: (Autor Jahr: Seite) oder (Autor Jahr, Seite).  
  • Versuchen Sie lange Zitate zu paraphrasieren, d.h. in eigenen Wörtern zusammen zu fassen. Mögliche Stile u.a.: (vgl. Autor Jahr: Seite) oder (vgl. Autor Jahr, Seite).
  • Wenn Sie Wort für Wort zitieren, müssen Sie den Satz in Anführungsstriche setzen und direkt hinter dem Satz eine Quellenangabe mit Seitenanzahl machen (Autor Jahr, Seite). Wenn Sie nur Teile eines Satzes aus der Literatur Wort für Wort übernehmen, muss genauso verfahren werden. 
  • Wenn Sie zitieren und dies mit Anführungsstrichen markieren, müssen Sie am Ende des Satzes eine Quellenangabe mit Seitenanzahl machen. 
  • Der Titel des Buches/Artikels gehört nicht in die Quellenangabe, dafür aber in die Literaturliste.
  • Wenn Sie Zahlenangaben im Text machen, müssen Sie direkt am Ende des Satzes eine Quellenangabe  mit Seitenzahl (Autor Jahr, Seite) machen. 
  • Wenn Sie Autoren zitieren, die in einem anderen Buch zitiert wurden, müssen Sie das kennzeichnen. z.B. so: (Autor X Jahr, zitiert in Autor Y Jahr, S.). Wenn Sie das nicht machen und den Autor X einfach in Klammern als Quellenangabe in den Text setzen, geht die Leserin/ der Leser davon aus, dass Sie Autor X gelesen haben. In dem Fall, müsste Autor X auch unbedingt in der Literaturliste erscheinen. Wenn Sie nicht den Originaltext gelesen haben, gilt das Beispiel oben. Es sollte aber nicht zu oft vorkommen, dass Sie Zitate zitieren, denn Sie haben ja Ihre eigene Literaturrecherche gemacht.  
  • Wenn Sie Internetquellen verwenden, müssen Sie den gesamten link mit Datum angeben, z.B. https://www.uni-koblenz-landau.de/de/landau/fb5/iew/Erziehungswissenschaft/ab1, Stand: 08.01.2018.
  • Allgemeine Informationsseiten wie z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite gelten nicht als wissenschaftliche Literatur und sind daher nicht zitierfähig. 
  • Die Literaturliste muss alle Quellenangaben aus dem Text enthalten, und in der Literaturliste dürfen nicht Quellen auftauchen, die nicht im Text zu finden sind. 
  • Die Literaturliste darf nur Quellen enthalten, die Sie auch wirklich gelesen haben

Es gibt zwei wichtige Gründe warum Quellenangaben – wie oben ausgeführt –  unbedingt gemacht werden müssen:

  • Ohne Quellenangaben ist nicht nachvollziehbar, ob es sich um Ihre Meinung/Argumentation handelt oder die von Autor X. 
  • Wenn Sie keine Quellenangabe machen bzw. nicht zitieren und festzustellen ist, dass ein Satz Wort für Wort übernommen wurde, wird dies als ein Täuschungsversuch gewertet! 

Literaturrecherche online

http://aleph1.uni-koblenz.de/F

http://www.fachportal-paedagogik.de/fis_bildung/fis_form.html

http://www.dnb.de/DE/Home/home_node.html

http://www.zeitschriftendatenbank.de/startseite/

http://kvk.bibliothek.kit.edu/?digitalOnly=0&embedFulltitle=0&newTab=0/a>

http://www.suchfibel.de/

https://www.socialnet.de/

Statistiken:

https://www.destatis.de/DE/Startseite.html

http://ec.europa.eu/eurostat/portal/page/portal/eurostat/home

Formales

  • Die maximale Wortanzahl der schriftlichen Arbeiten soll +/- 10% betragen.  
  • Einzelstehende Zitate (bestehend aus mehreren Sätzen/Zeilen) werden nicht mitgezählt; Halbsätze und einzelne Wörter jedoch schon. 
  • Lesen Sie Ihre Arbeit unbedingt Korrektur! Achten Sie auf einen richtigen Satzbau und die Rechtschreibung, auf etwaige Doppelungen und Redundanzen.
  • Das Deckblatt muss folgende Angaben enthalten:

Name, Anschrift, Email oder Telefonnummer
Matrikelnummer
Universität Koblenz-Landau, Fachbereich Erziehungswissenschaft,
Name der Dozentin/Gutachterin / des Dozenten/Gutachters
Modulnummer und Titel und Nummer der Lehrveranstaltung
Titel der Arbeit
Wörteranzahl.

  • Jede schriftliche Arbeit muss ein Inhalts- und Literaturverzeichnis enthalten und falls notwendig ein Tabellen- und Abbildungsverzeichnis.
  • Gerne nehmen wir beidseitig bedruckte Arbeiten (auch Abschlussarbeiten) mit Ringbindung bzw. geheftet entgegen.

Hilfe beim wissenschaftlichen Schreiben

An der Universität Koblenz-Landau gibt es immer wieder Angebote zur Unterstützung beim wissenschaftlichen Schreiben. Nehmen Sie diese bei Bedarf in Anspruch! Informationen finden Sie hier:  https://www.uni-koblenz-landau.de/de/kompetenzzentrum/kernangebote-ksb/studieren-mit-profil/landau/kompass-workshop oder hier: https://www.uni-koblenz-landau.de/de/womencareer/langenacht/schreibberatung 

Auch dieses Buch sei Ihnen empfohlen: 

Judith Wolfsberger: Frei geschrieben (2016): Mut, Freiheit & Strategie für wissenschaftliche Abschlussarbeiten. UTB-Taschenbuch, 4., bearbeitete Auflage. Erhältlich im Buchhandel.  ISBN 978-3-8252-4597-9