Forschung

Laufende Forschungsprojekte

 

FIS - Flüchtlinge in Sachsen  

Seit dem Jahr 2011 sind Fluchtmigrationen in und nach Europa stark angestiegen und setzen die Europäische Migrationspolitik zunehmend unter Druck. Insbesondere die Ankunft von Bootsflüchtlingen auf der Mittelmeerinsel Lampedusa sowie die Entwicklungen auf der sog. Balkanroute haben beträchtliche mediale Aufmerksamkeit ausgelöst, gefolgt von öffentlichen Diskursen und politischem Druck auf EU-Ebene sowie in jenen Ländern, die mit weiterreisenden Flüchtlingen konfrontiert sind.

Unsere Forschungsinitiative „Flüchtlinge in Sachsen“ hat sich zum Ziel gesetzt, Anforderungen, Praktiken und Konsequenzen hinsichtlich der Aufnahme von Geflüchteten in Sachsen aus verschiedenen Sichtweisen zu untersuchen. Hierfür werden die Erfahrungen und Perspektiven sowohl von Geflüchteten als auch von den aufnehmenden Kommunen erforscht.

  • Laufzeit: Januar 2015 – März 2018
  • Finanzierung: Eigenmittel
  • Projektleitung: Jun. Prof. Dr. Anne Christin Schondelmayer (Universität Koblenz- Landau), Sarah Dietrich (M.A.) (TU Chemnitz), Jun. Prof. Dr. Birgit Glorius (TU Chemnitz)
  • Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite: FIS – Flüchtlinge in Sachsen

 

Stabilisierung von Asylsuchenden mit besonderem psychosozialen Unterstützungsbedarf (wissenschaftliche Begleitung)

Seit im Sommer 2015 eine deutlich größere Zahl von Asylsuchenden in Deutschland angekommen sind, haben sich zahlreiche Initiativen und Projekte gebildet, um auf diese Herausforderung zu reagieren. Nach einer ersten Phase, in welcher zunächst spontane Hilfsleistungen gefragt waren, verändert sich im Jahr 2016 die Perspektive: Es geht nicht mehr nur um akute Nothilfe sondern eine nach und nach zu systematisierende Etablierung von Unterstützungs- und Integrationsangeboten. Das SFZ geht dies in seinem Projekt "Entwicklung eines therapeutischen Begleitprogrammes zur Stabilisierung von Asylsuchenden mit besonderem psychosozialen Unterstützungsbedarf" an. Der Fachbereich für Interkulturelle Pädagogik begleitet das Projekt wissenschaftlich mit dem Ziel, die Lebenslagen der Betroffenen kennenzulernen und spezifische Bedarfe daraus abzuleiten sowie das Fachpersonal für Kultur- und Fluchtspezifische Aspekte zu sensibilisieren.

  • Laufzeit:  November 2016 - April 2018.
  • Finanzierung: SFZ
  • Projektleitung: Prof. Dr. Anne Christin Schondelmayer
  • Projektbearbeitung: Safa Mohammad (B.A.), Anna Klima (B.A.)

 

 

 

Un_Sichtbar: Lesben, Schwule und Trans* in Mecklenburg-Vorpommern – Lebensrealitäten, Ausgrenzungserfahrungen und Widerständigkeiten (wissenschaftliche Begleitung)

 Das Projekt „Un_Sichtbar“ nimmt die Lebenserfahrungen von Schwulen, Lesben und Trans* in Geschichte und Gegenwart in den Blick. Es geht um Lebensentwürfe, Gestaltungsräume und Erfahrungen im Alltag, wobei ein besonderer Fokus auf der Frage nach Handlungsspielräumen und Widerständigkeiten gegenüber Diskriminierung und Gewalt liegt. In einem landesweiten Modellprojekt, gefördert vom Bmsfsj setzt sich der Verein Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern mit der Thematik auseinander und erstellt u.a. eine Expertise sowie eine Wanderausstellung. Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts umfasst u.a. die Konzeption und Begleitung einer vergleichenden Schulstudie im Bundesland.

  • EXPERTISE
  • »Ich hab mich normal gefühlt, ich war ja verliebt, aber für die andern ist man anders«
  • »Homo- und Trans*feindlichkeit in Mecklenburg-Vorpommern« - Die Expertise finden Sie zum download hier.
  • Laufzeit: 2015 - 2020.
  • Finanzierung: Lola für Demokratie e.V.
  • Projektleitung: Prof. Dr. Anne Christin Schondelmayer

 

 


 

 

Abgeschlossene Forschungsprojekte

 

Schulische Integration von Migranten im berufsbildenden Bereich im Erzgebirge

Die Studie "Schulische Integration von MigrantInnen im berufsbildenden Bereich - Handlungserfordernisse zur Entwicklung bildungssprachlicher Kompetenzen als Voraussetzung zur erfolgreichen Fortführung bisheriger Bildungslaufbahnen und Erlangung von Bildungsabschlüssen" wird vom Staatsministerium für Kultus finanziert. Sie greift die Heterogenisierung der Bevölkerung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der anhaltend hohen Fluchtzuwanderung auf. Sie soll dazu beitragen, die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ins berufsbildende Schulsystem zu optimieren. Dabei steht der Erwerb bildungssprachlicher Kompetenzen als Basis für ein erfolgreiches Absolvieren der Bildungslaufbahn im Mittelpunkt, wie es im Lehrplan Deutsch als Zweitsprache des sächsischen Staatsministeriums für Kultus verankert ist. Die Studie wird am Beispiel des Erzgebirgskreises exemplarisch die bisherige Integrationspraxis im berufsschulischen Bereich untersuchen und ihre Funktionalität und Wirksamkeit evaluieren. Darauf aufbauend werden neue Ansätze zur Förderung insbesondere der bildungssprachlichen Kompetenzen entwickelt und erprobt und daraus regionalspezifische aber auch verallgemeinerbare Ableitungen hinsichtlich einer optimierten Förderung der berufsschulischen Integration von SchülerInnen mit Migrationshintergrund getroffen.

  • Laufzeit: Dezember 2015 - Dezember 2016
  • Finanzierung: SMK
  • Projektleitung: Jun. Prof. Dr. Anne Christin Schondelmayer, Jun. Prof. Dr. Birgit Glorius
  • Projektbearbeitung: Katrin Viezens (M.A.)
  • Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite.

 

Lern- und Bildungsprozesse im Museum - Rezeptionsforschung zur Sonderausstellung Homosexualität_en des DHM Berlin

Die Ausstellung Homosexualität_en wurde vom 26.06.2015 bis 01.12.2015 als Sonderausstellung im Deutschen Historischen Museum (DHM) und dem Schwulen Museum* in Berlin gezeigt. Die Ausstellung zeigte erstmalig in Umfang und Größe über 150jährige Geschichte, Politik und Kultur nicht-heteronormativer Lebensweisen. Im DHM lag der Fokus auf dem gesellschaftlichen Umgang mit Homosexualität_en während das Schwule Museum* zeitgenössische künstlerische Positionen zur Schau stellte. Die Doppelausstellung wurde von über 100.000 Besucher|innen an beiden Standorten besucht. Die Studie untersucht, wie die Ausstellung von Besucher|innen rezipiert wird und welche informelle Lern- und Bildungsprozesse die Besucher|innen machen. Dazu werden die Besucher|innenbücher der Sonderausstellung des DHM mit insgesamt 1867 Beiträgen sowie 25 Interviews mit Besucher|innen analysiert. Am Projekt beteiligt sind Studierende des Schwerpunkts Interkulturelle Pädagogik.

  • Laufzeit: November 2015 – November 2016
  • Finanzierung: Deutsches Historisches Museum (DHM) und Eigenmittel
  • Projektleitung: Jun. Prof. Dr. Anne Christin Schondelmayer