Abgeschlossene Forschungsprojekte

 

 

Qualitative Forschung zur Interkulturellen Kommunikation [Otten]

Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit den Methoden und Perspektiven in den Sozial-, Erziehungs-und Kulturwissenschaften und versucht in diesem Rahmen folgende Fragen zu beantworten:

  • Welche methodischen Ansätze aus dem Fundus der qualitativen Forschungsmethoden werden in dem relativ jungen Forschungsgebiet der interkulturellen Kommunikation genutzt und wie werden sie in ihrer Gegenstandsadäquatheit begründet, modifiziert und justiert?

  • Wodurch und worin manifestiert sich in der Anwendung der jeweiligen Forschungsmethode/n Kultur bzw. Interkulturalität?

  • Wie lassen sich die in der interkulturellen Forschung besonders ausgeprägten Herausforderungen des kulturellen Bias von konzeptionellen Vorannahmen, Instrumenten, Interpretationen und Darstellungen angemessen berücksichtigen und systematisch reflektieren?

  • Welches Anregungspotenzial und welche Orientierungshilfen haben qualitative Methoden für die Etablierung und interdisziplinäre Systematisierung einer kultur- und sozialwissenschaftlich orientierten interkulturellen Kommunikations- und Kompetenzforschung zu bieten?

Gefördert wird das im September 2007 begonnene Projekt durch Mittel des Landesforschungsprogramms "Wissen schafft Zukunft" des Landes Rheinland-Pfalz; die Laufzeit endete im August 2008.


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Partizipation von Migrantinnen und Migranten und ihren Organisationen [Otten, Reich, Schöning-Kalender]

Das Forschungsprojekt „Partizipation und Positionierung von Migrantinnen und Migranten und ihren Organisationen in Rheinland-Pfalz“ startete im Oktober 2005 und unternimmt - neben einer Bestandsaufnahme der Situation in Rheinland-Pfalz - den Versuch des Auslotens möglicher Potentiale von innovativen Partizipationskonzepten und Netzwerken auf kommunaler Ebene.

Gefördert wird die wissenschaftliche Studie dabei durch Mittel der Landesbeauftragten für Migration und Integration des Landes Rheinland-Pfalz; die Laufzeit des Projektes endete im Dezember 2006.

Einen Überblicksartikel zu Hintergründen, Inhalten und Ergebnissen des Projekts finden Sie in der Zeitschrift "treffpunkt 2/2007".

Ein Aufsatz mit Teilergebnissen zum Themenfeld Partizipation im Bildungsbereich von Matthias Otten finden Sie in der Online-Zeitschrift Bildungsforschung, Ausgabe 01/2008.

Der vollständige Forschungsbericht erschien 2008. Er ist auch als PDF Datei verfügbar und kann kostenlos über das Büro der Landesbeauftragten für Migration und Integration in Mainz bezogen werden: 

Postanschrift
Beauftragte der Landesregierung für Migration und Integration
Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen
Postfach 31 80
55021 Mainz


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Schülerbegegnungen in grenznahen Gebieten

Das Projekt „Schülerbegegnungen in grenznahen Gebieten“ wurde in zwei Vorhaben unterteilt: eine theoretische Überlegung und die Realisierung eines Ausbildungsmoduls.

Die theoretische Seite soll während einer internationalen und transdiziplinären Tagung über „die grenznahen Gebiete im Europa der Zukunft“ am 11., 12., und 13. Dezember, in Strasbourg konkretisiert werden. An der Tagung werden Experten aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Psychologie, Mediation und Didaktik teilnehmen. Die Ergebnisse ihrer Forschung sollen dazu dienen, den Bedarf an interkulturellen Kompetenzen aufzuzeigen. Insbesondere soll ermittelt werden, welche Kompetenzen für ein Europa, das die Interessen der Beteiligten Menschen in den Vordergrund stellt erforderlich sind.

Die „praktische“ Seite läuft zwar weiter (siehe Bericht 2002/2003), allerdings etwas langsam, da die Teilnehmer auf die Ergebnisse der Tagung warten.

Laufzeit: 2001-2004. Projektverantwortliche: Dr. Jacqueline Breugnot



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Interregionalität – Strukturveränderungen und transnationaler Wandel von Lebenswelten am Beispiel der Oberrheinregion

Die Forschungsinitiative „Interregionalität“ entstand im Jahre 2000 in Folge eines Aufrufs des Präsidenten im Herbst 1999, Ideen zur Verwirklichung der (1997 veröffentlichten) Empfehlung des Wissenschaftsrats zur Bündelung geisteswissenschaftlicher Forschung an den Universitäten in Deutschland zu präsentieren. Ihr gehören Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus den Instituten für Geographie (Koblenz), Wirtschaftswissenschaft (Koblenz), Politikwissenschaft (Landau), Evangelische Theologie (Landau), Germanistik (Koblenz), Romanistik (Landau), Interkulturelle Bildung (Landau), Psychologie (Landau) und dem Zentrum für empirische pädagogische Forschung (Landau) an.

Grundgedanke der Initiative ist die Nutzung der am Standort vorhandenen disziplinären Kompetenzen in regionalwissenschaftlicher und interkultureller Perspektive, ausgehend von der spezifischen geographischen Lage des Campus Landau: Die Zusammenarbeit der Regionen innerhalb der EU und über die Außengrenzen der EU hinaus stellt neben den transnationalen Einrichtungen und den internationalen Verbindungen einen dritten für die europäische Einigung zentralen Prozess dar, dessen Erforschung insgesamt noch nicht sehr weit fortgeschritten ist.

Die Mitglieder der Initiative haben sich zu Forschungsberatungen getroffen, auf denen Vorträge zum Themenbereich präsentiert, Einzelprojekte besprochen und organisatorische Entscheidungen gefällt wurden. Die Vorträge dienten namentlich der Vorbereitung des interdisziplinären Dialogs durch Aufbau einer gemeinsamen Wissensbasis im Bereich der Regionalforschung.

Im Dezember 2003 erscheint ein Sammelband, der die Arbeiten der Initiative dokumentiert.

Die von der Initiative ausgegangenen Impulse werden in unterschiedlichen Formen weiter verfolgt: Vergleichende Untersuchungen und Veröffentlichungen des Instituts für Romanistik zur Pressesprache, Untersuchungen zum grenznahen Schüleraustausch im europäischen Vergleich, Durchführung einer Konferenz hierzu im Dezember 2003 in Strasbourg, Durchführung einer Pilotphase zum Projekt Islamischer Unterweisung (DFG), ein Habilitationsvorhaben zum interkulturellen Deutschunterricht in einer Grenzregion.

Die Initiative wird koordiniert durch das Institut für Interkulturelle Bildung. Verantwortlicher: Prof. Dr. Reich, wissenschaftlicher Mitarbeiter: Thilo Babel



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Bedingungen, Formen und Ziele gegenwärtiger islamischer Unterweisung in der Oberrheinregion – eine empirische Untersuchung

Im Januar 2002 ist von Prof. Dr. Rolf Schieder von der Evangelischen Theologie und Dr. Hartwig Scheinhardt als wissenschaftlichem Mitarbeiter am Institut für Interkulturelle Bildung bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein Antrag auf Förderung eines Forschungsprojektes eingereicht worden über „Eine empirische Untersuchung der Bedingungen, Formen und Ziele gegenwärtiger islamischer Unterweisung in der Oberrheinregion“. für die aufwändigen vorbereitenden Arbeiten waren den Antragstellern vom Präsidenten der Universität erhebliche Mittel gewährt worden.

Nachdem im Jahre 2000 die Konzeption des Projektes entwickelt und seine Durchführbarkeit mit Fachkollegen in Basel, Freiburg, Heidelberg, Strasbourg und Zürich diskutiert worden war, wurden im darauf folgenden Jahr die wissenschaftlichen Voraussetzungen und Zielsetzungen des Projektes entfaltet und sein Umfeld im Verhältnis zu thematisch ähnlichen Forschungen dargestellt. Darüber hinaus gehende Bemühungen galten dem ständigen Gedankenaustausch mit Projektantragsgruppen aus anderen Disziplinen. Ebenso war die Einbindung von Erkenntnissen aus der Vorbereitung dieses Projektes in die zeitgleiche inneruniversitäre Diskussion über Interregionalität zu leisten, die als Forum zur Meinungsbildung aller auf die Region Oberrhein gerichteten Forschungsinteressen und insofern als gemeinsame Ausgangsbasis und verbindende thematische Klammer diente.

Im späten Frühjahr 2002 wurden die Antragsteller seitens der DFG zu einer Überarbeitung des Antrags aufgefordert. Diese Anregung wurde angenommen, konnte jedoch nur unter erschwerten Bedingungen befolgt werden, denn Rolf Schieder nahm zwischenzeitlich einen Ruf an die Humboldt-Universität in Berlin an und verließ nach dem Sommersemester 2002 seinen Lehrstuhl in Landau.

Auf den überarbeiteten Antrag hin erfolgte Ende Juli 2003, wenn auch mit Abstrichen im Finanzvolumen, die Zusage auf Förderung einer Pilotphase. Die vorbereitenden Arbeiten zur Durchführung der Pilotphase haben begonnen.


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Ethnisierung von Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit - Prozesse der Aneignung als Ausdruck von Konfliktstrukturen in der multikulturellen Gesellschaft

Jugendliche heute haben sich mit gesellschaftlichen Wandlungsprozessen auseinanderzusetzen. Wo eine Gesellschaft derart stark im Umbruch begriffen ist, wo zentrale Interessen und Bedürfnisse Jugendlicher unbeachtet bleiben, nehmen zwangsläufig Sinnkrisen zu und verstärken den Rückzug in Jugendsubkulturen. Die damit verbundenen Abgrenzungen und Auseinandersetzungen können unterschiedliche Formen annehmen. Eine dieser Formen ist die Aneignung von Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit durch ethnische Teilgruppen.

Zentrale Fragestellungen des Forschungsprojektes sind:

  • Welches Ausmaß nehmen Ethnisierungen von Jugendzentren ein?
  • Welche Konfliktkonstellationen zwischen Jugendlichen sind damit verbunden?
  • Wie können diese Ethnisierungsprozesse erklärt werden?



Die Untersuchung steht im Schnittpunkt verschiedener Forschungsbereiche: der Jugendforschung, der Migrationsforschung und der Konfliktforschung. Dieser interdisziplinäre Zusammenhang schlägt sich in der Zusammenarbeit des Instituts für Interkulturelle Bildung, des Instituts für Politikwissenschaft und des Instituts für Soziologie der Universität Landau nieder.


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Russisch-deutscher Schüleraustausch

Russische Austauschschüler - wie sehen sie sich selbst und wie sehen sie ihre (deutschen) Gegenbilder? Beide Sichtweisen manifestieren sich in der sprachlichen Kommunikation. Nicht immer zeigen sie sich in gelingender Kommunikation, sondern auch in Missverständnissen und "Lücken". Diese aufzudecken kann Orientierung für weitere Austausche und die Fremdsprachenvermittlung geben.

Die Untersuchung basiert auf Erhebungen an zwei Schulen in Russland und deren Partnerschulen in Deutschland. Sie wird in Kürze in Form einer Habilitationsschrift erscheinen.


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Lehrplanevaluation Deutsch als Zweitsprache

Zur curricularen Entwicklung des Faches Deutsch als Zweitsprache an den Schulen gehört auch die Arbeit an Lehrplänen, die in verschiedenen Bundesländern unterschiedlich weit gediehen ist. Das Sächsische Ministerium für Kultur hat 1996 einen "Vorläufigen Lehrplan Deutsch als Zweitsprache" probeweise in Kraft gesetzt. Mit der Evaluation wurden das Institut für Interkulturelle Bildung in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universität Hamburg und der Gesamthochschule Kassel beauftragt.

Die Evaluation stützt sich primär auf die Erfahrungen der Lehrkräfte, die durch Unterrichtsdokumente und Umfragen erhoben wurden, und auf exemplarische Fallstudien, in denen der Integrationsprozess neu zuwandernder Schülerinnen und Schüler verfolgt wird.

Die Auswertung ist weitgehend abgeschlossen. Ein revidierter Lehrplan soll im Schuljahr 2000/2001 in Kraft treten. Folgearbeiten im Bereich der Lehrerfortbildung und der Materialentwicklung sind vorgesehen.


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Interkulturalität in den Fachdidaktiken

In einem dreijährigen Arbeitsprozess haben Wissenschaftler zahlreicher Hochschulen und Lehrerbildungseinrichtungen auf Anregung und unter Beteiligung anderer Mitglieder des Instituts für Interkulturelle Bildung ein Handbuch erarbeitet, das den Entwicklungsstand in den Didaktiken der Schulfächer abbildet.

Mit diesem Handbuch wird erstmalig in umfassender Form der interkulturelle Diskurs der in den Sekundarstufen vertretenen Fachdidaktiken kritisch aufgearbeitet und vor dem Hintergrund einer interdisziplinären Verständigung über Konzepte des interkulturellen Lernens weitergeführt. Damit wird eine Lücke geschlossen, nachdem zwar bislang zu diesem Lernbereich eine Reihe theoretischer Entwürfe und eine Vielzahl von Erfahrungsberichten, Unterrichtsideen und Projektvorschlägen vorliegen, aber eine systematische Darstellung fehlte.

Die konsequent fachdidaktische Perspektive der Beiträge dieses Bandes resultiert aus der Erkenntnis, dass der für interkulturelle Erziehung häufig favorisierte fächerübergreifende bzw. projektorientierte Unterricht zu sehr im Vordergrund stand, manchmal auch eher Programmatik geblieben als Realität geworden ist. Mit diesem Handbuch liegt auch das Ergebnis eines interdisziplinären Dialoges vor, dessen Struktur und Entwicklungsprozess widerspiegeln, was sein Thema ist: die Erarbeitung gemeinsamer, übergreifender Positionen auf der Grundlage der Anerkennung der Differenz fachspezifischer Zugänge und Traditionen.

Das Handbuch ist Anfang 2000 im Verlag Leske + Budrich, Opladen, erschienen.


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Herkunftssprachenunterricht in England, Frankreich, Schweden

Höchst unterschiedlich reagieren die Bildungssysteme der Einwanderungsländer auf den natürlichen und verständlichen Wunsch von Einwanderergruppen, die Sprache ihrer Herkunft auch im Einwanderungsland an die nächste Generation weiterzugeben, und das nicht nur im mündlichen Umgang miteinander, sondern auch durch "ordentlichen" Unterricht in Sprache und Schrift, Wortschatz und Grammatik, Geschichte und Literatur. Wie ist dieser Wunsch zu verstehen - als partikulares Bildungsinteresse, als Hinweis auf eine zentrale Bildungsvoraussetzung der Kinder und Jugendlichen, als zähes Festhalten an den Bindungen zum Herkunftsstaat? Geht er überhaupt die öffentlichen Bildungssysteme etwas an oder handelt es sich hier um etwas, was die Migranten mit sich selber auszumachen haben?

Diesen Fragen wurde im Rahmen des von der deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Schwerpunktprogramms "Folgen der Arbeitsmigration für Bildung und Erziehung" (FABER) nachgegangen. Die Ergebnisse liegen in drei Veröffentlichungen von Hans H. Reich vor, die im Waxmann-Verlag/ Münster erschienen sind:

  • "Community Languages Teaching. Herkunftssprachenunterricht in England" beschreibt die Interaktionen religiöser, privater, öffentlicher und halböffentlicher Formen des Herkunftssprachenunterrichts, wie sie für das dezentrale Bildungssystem Großbritanniens typisch sind.
  • "Languages et cultures d'origine. Herkunftssprachenunterricht in Frankreich" analysiert das spannungsvolle Nebeneinander von herkunftsspezifischen Sprachkursen und allgemeinem Fremdsprachenunterricht, das sich Frankreich durch die enge Zusammenarbeit mit den Herkunftsstaaten seiner Einwanderer geschaffen hat.
  • "Hemspraksundervisning. Herkunftssprachenunterricht in Schweden" stellt das System des fortwährenden Aushandelns von Grundsätzen und Kompromissen dar, welches zu einer europaweit einzigartigen Präsenz der Herkunftssprachen im öffentlichen Bildungswesen Schweden geführt hat.



Einen zusammenfassenden Vergleich unter Einbeziehung des deutschen Bildungssystems enthält der Aufsatz "Machtverhältnisse und pädagogische Kultur", in: Ingrid Gogolin/ Bernhard Nauck (Hrsg.): Migration, gesellschaftliche Differenzierung und Bildung, Opladen: Leske + Budrich 2000, S.343-364.


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Qualifikationen für das Unterrichten in mehrsprachigen Schulen

Wie kann die Lehreraus- und -weiterbildung so gestaltet werden, dass dies zu einer Verbesserung des Unterrichts in mehrsprachigen Klassen beiträgt?

Um diese Fragestellung ging es in dem European Network of Institutes for Teacher Training (EUNIT), welches unter Leitung des Instituts für Interkulturelle Bildung und gefördert von der EU von 1993-1996 neben einem 'Kompetenzen-Modell' eine Fülle von Lehrmaterialien entwickelte.

Projektergebnis ist ein Handbuch für Lehrkräfte in der Lehreraus- und -weiterbildung, für Lehrer und Lehramtsstudierende.


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