Fallzahl Landau: 0 (Warnstufe Grün) Maßnahmenkonzept

Das Zertifikat

 

 

Das Zertifikat inklusive Schulentwicklung ist ein neues Zusatzangebot an der Universität Koblenz-Landau am Campus Landau. Sie können dieses Zertifikat parallel zu Ihrem regulären Studium studieren.  Eine zentrale Idee des Zertifikats ist es, dass Sie bereits während dem Studium die Möglichkeit erhalten, sich mit Themen Schulentwicklung, Inklusion und Heterogenität vertieft auseinanderzusetzen und dadurch weiter zu qualifizieren.

Die Regelstudienzeit des Zertifikats ist auf drei Semester angelegt. Im Rahmen dieser drei Semester besuchen Sie fünf Module mit insgesamt 28 Leistungspunkten. Diese splitten sich auf in praxisnahe Erfahrungen im Rahmen von Hospitationen und Forschungen an regionalen Kooperationsschulen sowie deren kontinuierliche Reflexion (ca. 50 %) und in klassische universitäre Veranstaltungen (ca. 50%).

Das Studium des Zertifikats steht Studierenden aller Lehramtsstudiengänge offen und wird ab dem fünften Semester (mit der Wahl des schulartspezifischen Schwerpunktes) empfohlen. Insgesamt werden 20 Plätze für Teilnehmer_innen im Zertifikat vergeben.

Im Rahmen des Zertifikats ist es uns ein Anliegen, dem Thema inklusive Schulentwicklung mehr Sichtbarkeit und Gewicht zu verleihen. In Ihrem späteren Berufsleben als Lehrkraft besteht mit hoher Wahrscheinlichkeit die Chance, dass Sie diesem Thema begegnen werden und an Veränderungsprozessen partizipieren.

Das Zertifikat weist ein paar Besonderheiten im Vergleich zu anderen universitären Angeboten auf. So haben Sie bei uns die Möglichkeit über drei Semester in einem multiprofessionellen Team gemeinsam mit Lehramtsstudierenden unterschiedlicher Studiengänge zusammenzuarbeiten. Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass Sie viele Praxiselemente im Rahmen des Zertifikats erhalten. Deswegen gibt es einen großen Schwerpunkt auf insbesondere Hospitationen an Kooperationsschulen in der Region Landau, mit daran anschließender Forschung an diesen Schulen. Außerdem legen wir großen Wert darauf, dass die Verbindung zwischen den theoretischen und praktischen Elementen kontinuierlich gemeinsam reflektiert wird, um einen gewinnbringenden Transfer zu leisten.

 

Im Folgenden erhalten Sie detailliertere Informationen zum Studienverlauf. Die folgende Grafik macht deutlich, dass das Zertifikat in drei Schienen aufgebaut ist: Praxiskontakt, Seminare und Begleitseminar. Die grundlegende Idee hierbei ist, dass Sie die Möglichkeit erhalten parallel zu universitären Inhalten intensive Praxiskontakte kontinuierlich zu erleben und im Rahmen der dritten Schiene Begleitseminar die beiden anderen Ebenen miteinander zu verbinden und zu reflektieren.

 

Zertifikat Übersicht.jpg

 

Das Modul 1 beinhaltet intensive „Hospitationen“ an regionalen Kooperationsschulen. Sie  hospitieren 120 Stunden verteilt über einen Zeitraum von ca. 6 Monaten und erhalten die Gelegenheit dabei unterschiedliche Bereiche der jeweiligen Schulen kennen zu lernen. Dabei gehen die Handlungsfelder auch über den Bereich Unterricht hinaus. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit an Lehrerkonferenzen, Elternabenden oder Klassenteams teilzunehmen, um die Schule als Ganzes in Ihrer Struktur zu erfahren. Die Hospitationen finden in Kleingruppen statt. Dabei wird in der Gruppenzusammensetzung auf eine multiprofessionelle Konstellation geachtet. Studierende verschiedener Lehramtsstudiengänge kooperieren miteinander und profitieren von den unterschiedlichen Vorerfahrungen.

Das Modul 2 ist mit „Forschung“ betitelt und erstreckt sich über das zweite und dritte Semester Es beinhaltet die Planung und Durchführung einer kleinen Forschung an den jeweiligen Hospitationsschulen. Sie entwickeln dabei eigene Fragestellungen im Kontext inklusive Schulentwicklung, aufbauend auf die Erfahrungen der Hospitationen in Modul 1, sowie den universitären Inhalten. Die Forschungen werden ebenfalls in den Kleingruppen durchgeführt,  welche bereits gemeinsam hospitiert haben. Parallel zur aktiven Durchführung der Forschung erhalten Sie dazugehörige Inhalte in universitären Seminaren. Der gesamte Prozess wird engmaschig durch Dozierende begleitet, sodass notwenige Hilfestellungen zeitnah und individuell passend angeboten werden können. Ziel dieses Moduls ist es unter anderem schulische Praxis aus einer forschenden Perspektive kennenzulernen und einen systematischen Blick für eventuelle Veränderungsprozesse gerade im Kontext inklusive Schulentwicklung zu bekommen.  Die in diesem Modul erworbenen Kenntnisse dienen über das Zertifikat hinausgehend auch der erfolgreichen Bewältigung der regulären wissenschaftlichen Abschlussprüfungen der jeweiligen Studiengänge.

Modul 3Grundlegende Inhalte“ besteht aus universitären Angeboten und beschäftigt sich dabei mit den Themen Heterogenität und Schulsystem, Organisationsformen inklusiver Bildung und Unterrichtskonzepte inklusiver Bildung.  Folgende Fragen werden beispielsweise bearbeitet: Welche Rolle spielen Ungleichheit und Verschiedenheit in Schule und Schulsystem? Wie geht Schule mit Ungleichheit und Verschiedenheit um? Wie kann Inklusion auf der Ebene des Schulsystems sowie die einzelnen Schule entwickelt und gestaltet werden? Oder wie kann Unterricht inklusiv gestalten werden?

Das Modul 4Vertiefung inklusiver Schulentwicklung“ bietet die Möglichkeit interessengeleitet aus einem Pool verschiedener Angebote zu wählen und dort Inhalte zu vertiefen. So werden dort Veranstaltungen zu den Themen  Führen und Leiten oder auch Organisations- und Personalentwicklung angeboten. Des Weiteren ist im Rahmen des Moduls der Besuch von unterschiedlichen Fortbildungsangeboten des Pädagogischen Landesinstitutes möglich. Dort werden für Studierende des Zertifikats die Bereiche Schulentwicklung und Inklusion gezielt geöffnet.

Das Modul 5 bildet einen weiteren essentiellen Bestandteil des Zertifikats ab. Es beinhaltet ein Begleitseminar, welches kontinuierlich über drei Semester parallel zu den anderen Bausteinen stattfindet. Dort wird im Rahmen der Zertifikats-Gruppe regelmäßig reflektiert, was die Studierenden individuell in den Praxiskontakten erfahren und wie dies mit Inhalten der anderen Module miteinander in Beziehung steht.  Zusätzlich zum Seminarbesuch beinhaltet das Modul die kontinuierliche Bearbeitung eines ePortfolios, um den persönlichen Fortschritt im Zertifikat zu dokumentieren.

Abgeschlossen wird das Zertifikat mit dem Besuch aller Module, der Fertigstellung des ePortfolios und dem Absolvieren eines Kolloquiums. Durch das Zertifikat erhalten Sie nicht nur die Möglichkeit sich mit den Inhalten Schulentwicklung, Inklusion und Heterogenität vertiefend auseinanderzusetzen, sondern auch am Ende das Ganze schriftlich zertifiziert zu bekommen, um dies im Rahmen Ihrer weiteren beruflichen Laufbahn auch nutzen zu können. 

 

Abschließend bleibt zu klären was Sie für das Studium des Zertifikats mitbringen sollten. Drei Faktoren sind diesbezüglich hervorzuheben. Zum einen ist ein persönliches Interesse, sich aus einer universitären Perspektive mit der schulischen Praxis auseinanderzusetzen, Voraussetzung. Außerdem sollten Sie motiviert sein, mit den anderen Studierenden und den Hospitationsschulen intensiv zusammenzuarbeiten. Auch ein gewisses Maß an Flexibilität im individuellen Studienverlauf, insbesondere im ersten Semester des Zertifikats, um die Hospitationen durchführen zu können, ist notwendig. Von inhaltlicher Seite aus bestehen keine Voraussetzungen zur Teilnahme am Zertifikat.

 

 

Weitere Fragen? -> FAQ

Oder schreiben Sie uns direkt: sahm@uni-landau.de

 

Interesse? -> Bewerben Sie sich jetzt