Veralteter Link
Die Adresse des Inhalts, den Sie erreichen wollten, hat sich geändert. Sie wurden automatisch zu der neuen Adresse weitergeleitet. Sollten Sie über ein Lesezeichen oder einen Link hierhin gelangt sein, denken Sie bitte daran diesen zu aktualisieren.

Staatliche Rittmeister-Witold-Pilecki-Hochschule Oświęcim/Auschwitz

Bluhm - Koźbiał -  Żarna - Bahr

Foto: Karin Hiller

Neben der Vernetzung auf regionaler Ebene, treiben Professor Dr. Matthias Bahr und Professor Dr. Lothar Bluhm auch den Austausch auf europäischer Ebene voran. Der erste Tag der Menschenrechtsbildung markierte daher auch den Beginn der Kooperation mit der neuen Erasmus-Partnerhochschule im polnischen Oświęcim. Dort, nur 500 Meter von den Gedenkstätten Auschwitz entfernt, arbeiten Professor Dr. Krzysztof Koźbiał und Professor Dr. Krzysztof Żarna, die zu Gast beim Tag der Menschenrechtsbildung waren, an dem Schwerpunkt „Menschenrechte und Völkermordgedenken“. Neben der geschichtlichen Einbettung sowie der Philosophie und dem Schutz der Menschenrechte, beleuchtet der vor fünf Jahren gegründete Studiengang in Oświęcim auch Menschenrechte im Internet. „Oft assoziiert man Menschenrechte mit Geschichte, aber es ist auch gerade in der digitalen Gegenwart ein großes Thema“, erklärt Koźbiał.

Ab Herbst 2017 werden sich Studierende der Universität Koblenz-Landau in einem gemeinsamen deutsch-polnischen Seminar in der polnischen Hochschule und den Gedenkstätten von Auschwitz mit dem Stellenwert der Menschenrechte auseinandersetzen. Menschenrechtsbildung, wie sie im Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften entwickelt wird, nimmt so die Erinnerung an den historischen Zusammenhang auf, in dem die Menschenrechtserklärung von 1948 steht. Eine Begegnung mit den Gedenkstätten von Auschwitz, die für diese Abgründe an Unmenschlichkeit stehen, hebt das Bewusstsein für jenen zivilisatorischen Neuanfang, der mit der Menschenrechtserklärung 1948 beschritten wurde. Für das nächste Jahr ist ein Gegenbesuch polnischer Studierender in der Pfalz geplant, um genauer die Menschenrechtsbildung kennenzulernen, wie sie im Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften am Campus Landau gelehrt wird.