Projekt DIALOG

Gemeinsam mit der Politikdidaktik in Kaiserslautern hat die Arbeitsstelle Menschenrechtsbildung am FB6: Kultur- und Sozialwissenschaften Mittel für das Projekt DIALOG einwerben können, das in der Lehrer*innenbildung einen interdisziplinären, standortübergreifenden Austausch zwischen den Natur-/Technikwissenschaften und den Geistes- und Sozialwissenschaften entlang der inhaltlichen 'Klammer' der Menschenrechte anstrebt.

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Bedrängnis und Infragestellung demokratischer Prinzipien sind bereits seit geraumer Zeit zu beobachten. Neue Parteien mit teils extremistischer Programmatik und Rhetorik haben sich etabliert, Hass und Hetze nehmen zu (insbesondere auch in digitalen Räumen) und verschieben die Grenzen des Denk- und Sagbaren zu Ungunsten von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Begleitet wird diese Entwicklung von weiteren einschneidenden Herausforderungen, die sich der Gesellschaft gegenwärtig stellen (wie etwa dem Klimawandel oder Umwälzungen in der Arbeitswelt durch Robotisierung und Künstliche Intelligenz), sowie zusätzlich von einer zunehmenden Erosion hergebrachter Sinnstiftungen und Narrative – seien sie nun parteilicher, gewerkschaftlicher oder konfessioneller Art.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen initiieren die Politikdidaktik an der TU Kaiserslautern und die Arbeitsstelle Menschenrechtsbildung der Universität Koblenz-Landau mit dem Projekt "DIALOG - Technik, Gesellschaft, Menschenrechte: Interdisziplinarität in der Lehrer*innenbildung" (Start: 01.05.2022, Laufzeit: 12 Monate, gefördert mit Mitteln aus dem Innovationsfonds der zukünftigen RPTU) einen fächerübergreifenden, am normativen Rahmen der Menschenrechte orientierten Austausch in der Lehrer*innen-Bildung über jene gesellschaftlichen Großthemen. Im Dialog zwischen der stärker technisch-naturwissenschaftlichen Orientierung in Kaiserslautern und den Geistes- und Sozialwissenschaften in Landau sollen (technische) Transformationsprozesse nicht allein in ihren mittelbaren politischen Auswirkungen untersucht, sondern auch die genuine normative Prägung aller technologischen Innovationen freigelegt werden.

Da angehenden Lehrer*innen als Multiplikator*innen eine zentrale Rolle für die Einübung und Erprobung demokratischen Denkens und Handelns zukommt, gilt es – ausgehend vom im Fachstudium erworbenen Wissen –, multiperspektivische Zugänge zu den Themen zu eröffnen und sie nach ihren menschenrechtsbildenden Implikationen zu befragen. Die Lehramtsstudierenden sollen befähigt werden, das Erlernte in ihrem späteren Berufsleben derart nutzen zu können, dass sie ihren Schüler*innen kritische Reflexions- sowie gesellschaftliche Partizipationsmöglichkeiten aufzuzeigen vermögen. Das konkrete Projektziel einer Entwicklung von (digitalen und hybriden) Lehr-/Lernbausteinen ist folglich untrennbar verwoben mit dem übergeordneten Ziel, einen nachhaltigen Beitrag zur Demokratiebildung zu leisten.

 

DIALOG-Projektbeteiligte:

  • Jun. Prof. Dr. Inken Heldt (Didaktik der Politischen Bildung) und Jennifer Bloise, M. Ed. (beide TU Kaiserslautern)
  • Prof. Dr. Matthias Bahr (Religionspädagogik, wiss. Leiter der Arbeitsstelle Menschenrechtsbildung), Wolfgang Urbany, M. Ed., und Manuel Theophil, M. A. (Arbeitsstelle Menschenrechtsbildung, alle Universität Koblenz-Landau (FB 6 - Campus Landau))

 

Koordination: 

Manuel Theophil, M. A.

theophil(at)uni-landau.de 

Tel.: +49 6341 280 32 259


Datum der Meldung 04.04.2022 00:00