Exkursion nach Straßburg am 16./17.01.2018

Am 16. und 17. Januar 2018 besuchten über 100 Studierende aus vier Seminaren zum Thema „Das politische System der EU und die Europäisierung der Mitgliedstaaten“ den Europarat und das Europäische Parlament in Straßburg. Die Exkursion war ein integraler Bestandteil der von Julia Renner M.A. und Andrea Zeller M.A. angebotenen Seminare: Die Studierenden sollten so die Gelegenheit bekommen, gemeinsam ihr Wissen an einem Anschauungsbeispiel zu vertiefen.

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Die Studierenden der Universität Koblenz-Landau vor dem Europaratsgebäude

Photo: Oliver Klimanski M.A.

 

In den Seminaren standen die Institutionen der EU, ihr Zusammenspiel im europäischen Institutionengefüge sowie die demokratische Legitimität des Regierens in der EU beziehungsweise der Brexit auf der Tagesordnung. Die Exkursion zum Europäischen Parlament und zum Europarat nach Straßburg und deren Nachbesprechung bildete den Abschluss der Veranstaltungen.

Nach der Anfahrt mit zwei gecharterten Bussen stand am ersten Tag der Besuch des Europarates auf dem Programm. Zunächst führte eine Mitarbeiterin des Besucherdienstes die Gruppe durch das Gebäude und zeigte den Studierenden den Plenarsaal. Dabei informierte sie über die Herkunft und Zusammensetzung der Abgeordneten der Parlamentarischen Versammlung sowie zu den historischen Hintergründen des Europarates. Anschließend begaben sich alle in einen kleineren Sitzungssaal. Dort erläuterte ein weiterer Mitarbeiter den Unterschied zwischen dem Europarat und den Institutionen der Europäischen Union. Zudem erklärte er Details zur Verabschiedung und Ratifizierung von Konventionen des Europarates und gab Einblicke in die derzeit diskutierten Themen. Im Anschluss erfolgte die Rückfahrt nach Landau.

Der zweite Tag begann abermals mit einer Busfahrt nach Straßburg. Am Europäischen Parlament mussten zunächst die Sicherheitskontrollen passiert werden, bevor der beeindruckende Innenhof des Parlamentsgebäudes besichtigt werden konnte. Ein Referent des Besucherdienstes führte die Gruppe nach der Begrüßung durch das Gebäude und erläuterte in einem Besucherraum die Aufgaben des Parlamentes. Dabei erfuhren die Studierenden, wo überall die EU-Gesetzgebung das Leben der EU-Bürger beeinflusst: Von der Bananenkrümmung über die EU-Bio-Kennzeichnung bis hin zur EU-Roaming-Verordnung und dem Verbot des Geoblocking – die Rechtsetzung der EU wirkt sich unmittelbar auf den Alltag der EU-Bürgerinnen und ~Bürger aus. Damit sich alle EU-Mitglieder an die vorgegebenen Regeln halten, können bei Nicht-Umsetzung Sanktionen verhängt werden. Der Referent erläuterte zudem seine Sicht auf die monatliche „Wanderung“ von Brüssel zur Straßburger Sitzungswoche und führte die Gruppe anschließend zum Plenarsaal, wo gerade eine lebhafte Debatte über den Einfluss russischer Propaganda auf die einzelnen EU-Mitgliedstaaten in Gang war. Auch den Beginn der Folgedebatte zur Beschäftigungsinitiative für junge Menschen konnten die Studierenden noch miterleben. Nach einer sehr kurzweiligen Stunde auf der Besucherterrasse des Plenarsaals verließ die Gruppe schließlich das Parlamentsgebäude und machte sich auf den Rückweg nach Landau.


Datum der Meldung 26.02.2018 00:00