Veranstaltungsreihe: Verrohung der Sprache - Verrohung der Gesellschaft

Bild Sprache

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Am 27. Januar jährt sich die Befreiung von Auschwitz zum 75. Mal. Aus diesem Anlass lädt die Universität in Landau am 27. und 28. Januar zu zwei öffentlichen Veranstaltungen ein, die sich mit einem derzeit viel diskutierten Thema beschäftigen, dem Zusammenhang zwischen sprachlicher und gesellschaftlicher Verrohung. Ausgerichtet wird die kleine Reihe vom Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften mit dem Arbeitsschwerpunkt „Menschenrechtsbildung“, dem Schwerpunkt Rhetorik der Universität und dem Frank-Loeb Institut.

Am 27. Januar werden ab 19 Uhr im Gloria Kulturpalast Landau Vergangenheit und Gegenwart gegenübergestellt. Gezeigt und kommentiert werden Auszüge des Films „Die Sprache lügt nicht – Die Tagebücher von Victor Klemperer“. Der Literatur- und Sprachwissenschaftler Klemperer dokumentierte aufmerksam, wie sich die Sprache in der NS-Diktatur gewandelt und vergiftet hat. Im zweiten Teil des Abends gehen Studierende und Wissenschaftler des veranstaltenden Fachbereichs aktuellen Fragen nach: U.a. welche Erscheinungsformen, Wirkungen und Risiken haben Provokationen und Hassrede gestern wie heute?

Am 28. Januar spricht Nicole Steingaß, Innenstaatssekretärin des Landes Rheinland-Pfalz, ab 19 Uhr, im Konferenzraum auf dem Campus, über den Umgang der Landespolitik mit Hasskommentaren, wie sie vor allem in den sozialen Medien zunehmend um sich greifen. In der anschließenden Podiumsdiskussion geht es um die Folgen und Herausforderungen für die Bildungsinstitutionen Universität und Schule.

Kontakt: fb6dekan@uni-landau.de


Datum der Meldung 14.01.2020 17:00