Bewertungskompetenz fördern

Als ein wesentliches Gütekriterium qualitätsvollen Urteilens innerhalb öffentlicher Kontroversen gilt die Explikation der normativen Ebene und ihre reflektierte Abgrenzung zur faktischen Ebene (vgl. Kompetenzbereich Bewerten/Beurteilen in den Bildungsstandards für Geographie). In diesem Forschungsschwerpunkt soll die Reflexionsfähigkeit durch die Vermittlung von Bewertungs-Struktur-Wissen zur faktischen und normativen Dimension des Mensch-Umwelt-Verhältnisses gefördert werden. Dazu werden gemäß dem Modell der Didaktischen Rekonstruktion einerseits fachwissenschaftliche Dokumente, in diesem Fall ethische Texte, andererseits Schülerurteile analysiert. Andererseits werden Schülerurteile und die Reaktionen von Schülerinnen und Schüler auf das entwickelte Material durchgeführt, die anschließend um quantitative evaluierende Analysen ergänzt werden. Aktuelle öffentliche Kontroversen, etwa zu Climate Engineering oder zu Naturschutzzielen, fungieren hierbei als inhaltlicher Rahmen.