Profil

Mein Ziel ist es, ausgehend von exzellenter Bildungsforschung, Lehrerbildung und schulisches Lernen so zu optimieren, dass sich Lernende zu mündigen Bürgern entwickeln, die globale Herausforderungen verstehen und zu deren Bewältigung beitragen können. Diese exzellente Bildungsforschung basiert auf interdisziplinärer Kooperation zwischen den Disziplinen der Bildungsforschung und der Sicherung der Validität von Forschungsergebnissen im Hinblick auf wissenschaftliche Standards und Bildungspraxis gleichermaßen. Um die Exzellenz nachhaltig zu sichern und das noch relativ junge Feld der Bildungsforschung weiter zu entwickeln, engagiere ich mich in der Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses auf allen Qualifikationsebenen und dem Transfer der Ergebnisse der Bildungsforschung in die Bildungspraxis. Dazu bin ich nationale und international bei Konferenzen und Summerschools aktiv, um methodische und inhaltliche Qualitätsstandards mit Kolleginnen und Kollegen zu diskutieren und Promovierenden zu vermitteln. Gleichzeitig bin ich beim Institut für die Qualitätsentwicklung im Bildungswesen aktiv, um auf nationaler Ebene Bildungsziele zu definieren und zu operationalisieren, sowie im Beirat der Stiftung Haus der kleinen Forscher, um Entwicklungen im Bereich der frühen naturwissenschaftlichen Bildung zu begleiten.

Der Lehre kommt in diesem Zusammenhang eine doppelte Bedeutung zu: Sie dient nicht allein der Qualifikation des Nachwuchs sondern ist selbst Gegenstand und Ausgangspunkt der Forschung. Entsprechend sind meine Lehrveranstaltungen durch demokratisch-partizipatives, kreatives und kooperatives Lernen geprägt, bei dem ich als Lehrpersonen fachlich flexibel und mit zahlreichen Querverweisen auf andere Disziplinen als Initiator, Moderator und konstruktiver Feedbackgeber aktiv bin. Ziel meiner Lehre ist es, den Lernenden Denk- und Arbeitsweisen deutlich zu machen, so dass sie einen Denkstil sowohl im physikalisch-fachlichen als auch im pädagogisch-didaktischen entwickeln, der ihnen die flexible und kreative Bearbeitung der Herausforderungen im Bereich der Gesellschaft, der Bildungsforschung und der Bildungspraxis ermöglicht.

Gleichzeitig erprobe ich fortlaufend neue Formate und diskutiere sie gleichzeitig mit den Lehramtsstudierenden. Die Studierenden sind daher fortlaufend in die Planung, Durchführung und Analyse der Lehre eingebunden, so dass sie Theorie, Durchführung und Evaluation gleichzeitig lernen und erleben. Dabei sind Fragen der systematischen Evaluation und Forschung in der Fachdidaktik ebenso Gegenstand wie die Möglichkeiten der Selbstevaluation des eigenen pädagogisch-didaktischen Handelns. Die Studierenden sind dadurch eingebunden in aktuelle Forschungsdiskurse, entwickeln eigene Fragen und bestimmen das Format der Lehre aktiv mit.

Als Fachleiter der Physik habe ich dabei den gesamten Studienverlauf der Studierenden im Blick. So sind Studierende bereits sehr früh im Studium im Kontakt mit der Schulpraxis, reflektieren früh über Ziele und Legitimation von Physikunterricht, kommen von Anfang an mit aktuellen Fragen der Bildungsforschung in Kontakt und bekommen zahlreiche Querverweise zu den Bildungswissenschaften aufgezeigt, um die Studienteile aktiv zu verbinden. An diese frühen Erfahrungen und Überlegungen knüpfen sowohl die fachlichen Veranstaltungen als auch die fachdidaktischen Veranstaltungen der weiteren Semester an. Es gibt regelmäßige Sitzungen zur Studienqualität und curricularen Feinplanung sowie ein ausgearbeitetes Feedbacksystem mit der Studierendenfachschaft. Die Studierenden werden motiviert und eingeladen an der Weiterentwicklung der Studiengänge mitzuwirken, Qualitätsstandards werden fortlaufend diskutiert und gemeinsam vereinbart. Durch die vergleichsweise geringen Studierendenzahlen können individuelle Förderung und Beratung realisiert werden. Regelmäßig schlage ich Studierende für Stipendien vor und unterstütze sie bei der Bewerbung, so dass bereits mehrere Studierende erfolgreich Stipendien einwerben konnten.

Als Leiter des Zentrums für Lehrerbildung versuche ich die wissenschaftliche Erkenntnisse und die Erfahrungen mit den verschiedenen Formaten der Lehre und das Konzept der Lehre im Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen anderer Fächer weiter zu entwickeln und auch für große Studierendenzahlen nutzbar zu machen. Dabei gilt es die disziplinäre Kommunikation in einen interdisziplinären Austausch zu verwandeln mit gegenseitigem Respekt für die disziplinären Spezifika. Diese Austauschprozesse müssen moderiert und gestaltet werden, was mir durch die Beteiligung an zahlreichen drittmittelgeförderten Graduiertenkollegs und Forschungsgruppen vertraut ist.

Durch die intensive Beteiligung an den Aktivitäten der Universität zur Profilbildung gelingt es Prototypen dieser Kooperation als Einheit von Forschung und Lehre zu etablieren. Insbesondere das Systemdenken eröffnet strukturell und inhaltlich die Möglichkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit sowohl in Forschungs- als auch in Hinsicht auf Bildungsprozesse und -ziele.