Leitbild

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Leitbild des InB

Das Institut für naturwissenschaftliche Bildung (InB) ist eine naturwissenschaftsdidaktische Forschungsgemeinschaft an der Universität Koblenz-Landau (Campus Landau). Das InB umfasst – wie international üblich – die Arbeitsgruppen Biologie-, Chemie-, Geographie- und Physikdidaktik. Der Anspruch des Instituts ist eine qualitativ hochwertige naturwissenschaftsdidaktische Forschung sowie eine exzellente Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Wir forschen in institutsinternen, hochschulweiten und hochschulübergreifenden Kooperationen zu

  • naturwissenschaftlicher Bildung in allen Altersstufen,
  • Professionalisierung von Lehrkräften,
  • Modellierung von Schülerkompetenzen und Lehr-Lern-Prozessen,
  • Erprobung von Lehr-Lern-Materialien und
  • Transfer von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen in Schule und Gesellschaft.

Darüber hinaus setzen wir mit Projekten zu Bildungsprozessen im Rahmen von Nachhaltigkeit, Transformation und systemischem Denken besondere Akzente in unserem Forschungsprofil.

Wir konzentrieren uns dabei auf eine national und international anschlussfähige Forschung. Durch gemeinsame Publikationen, Vortragsreihen und Kolloquien erreichen wir eine starke Vernetzung und hohe Sichtbarkeit unserer Forschung über die Universität hinaus. Unsere Institutsmitglieder sind an zahlreichen interdisziplinären Forschungsprojekten beteiligt. Mit institutsintern koordinierter Nachwuchsförderung unterstützen und fördern wir zahlreiche Promotionen im Institut und sichern damit eine hohe Qualität der wissenschaftlichen Qualifikationsarbeiten.

Durch die Beteiligung in zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen unserer Universität und an campusübergreifenden Forschungsinitiativen (z. B. ZentrAL, Zentrum für Lehrerbildung, Qualitätsoffensive Lehrerbildung) tragen wir Erkenntnisse unserer Forschung in die Universität hinein und tragen so u. a. zu einer Weiterentwicklung der universitären Lehrerbildung bei.

Des Weiteren leben wir die Verzahnung von Forschung und Praxis, indem wir unsere Forschungsergebnisse

  • im Rahmen zahlreicher Entwicklungsprojekte und enger Kooperationen mit Schulen aus der Region direkt in die Praxis tragen und
  • mit Hilfe unserer Lehr-Lern-Labore und außerschulischen Lernorte in unsere Lehre integrieren.

 

Grundlagen fachdidaktischer Forschung im InB

Die Naturwissenschaften sind prägender Bestandteil unserer Kultur. Naturwissenschaftliches Denken dient nicht allein dem Verständnis der Natur, sondern findet Eingang in viele gesellschaftliche Fragestellungen. Beispielsweise bildet das Denken in Systemen und Modellen die Basis für zielgerichtetes Problemlösen und steht prototypisch für empirisch gesicherte Erkenntnis. Eine naturwissenschaftliche Grundbildung ist in unserer Kultur daher ein unverhandelbarer Bestandteil allgemeiner Bildung, die jedem Menschen zugänglich sein muss. Naturwissenschaftliche Lernangebote dienen nach unserer Auffassung daher in erster Linie dazu, notwendige naturwissenschaftliche Kompetenzen in vollem Umfang zu entwickeln. Dies setzt voraus, dass in naturwissenschaftlichen Lernangeboten die grundlegenden Konzepte und Ideen der Naturwissenschaften eng verbunden mit Fragen der Erkenntnisgewinnung sowie des gegenseitigen Einflusses von Gesellschaft und Naturwissenschaften erarbeitet werden.

Unsere naturwissenschaftsdidaktische Forschung leistet einen Beitrag zur Theoriebildung (im Sinne eines Beitrags zur Theorieentwicklung naturwissenschaftlichen Lehrens und Lernens) und ist an der theoretisch fundierten Entwicklung innovativer naturwissenschaftlicher Lerngelegenheiten ausgerichtet. Dabei werden Lernprozesse, Wissen und Kompetenzen als prinzipiell erfassbar angenommen. Wir verstehen Lernen als einen vom Lernenden abhängigen aktiven Prozess. Dieser Prozess basiert auf Kommunikation und gemeinsamem Konstruieren mentaler Modelle. Hierbei fließen epistemologische und ontologische Grundannahmen von Lehrenden und Lernenden ein. Lernen findet in Wechselwirkung mit dem sozialen Kontext statt, der von Lehrenden und Lernenden gestaltet wird. Das zu Lernende ist eingebettet in den kulturellen Kontext der Naturwissenschaften, wodurch Lernprozesse auch unmittelbar von fachbezogenen Konzepten, Prozessen, Systemen, Leitideen und Eigenschaften der Naturwissenschaften bestimmt sind.