Pfälzisches Lehrerwaisenstift fördert zwei Forschungsprojekte am Campus Landau

Das Pfälzische Lehrerwaisenstift fördert zwei didaktische Forschungsprojekte an der Universität in Landau. Die in Kaiserlautern ansässige Stiftung zur Förderung der Bildung und Erziehung in Rheinhessen-Pfalz unterstützt im Jubiläumsjahr ihres 150-jährigen Bestehens einmalig verschiedene Bildungseinrichtungen in Landau, wo die Stiftung 1869 gegründet wurde. An der Universität in Landau werden die Projekte „Schulanfänger beim Mathematiklernen begleiten“ und „LIFT: Lernen, Informieren, Fördern und Tun – auf dem Weg ins MINT-Studium“ mit jeweils 5.000,- Euro gefördert.

Gefördert werden die beiden Projekte "Schulanfänger beim Mathematiklernen begleiten" und "LIFT: Lernen, Informieren, Fördern, Tun - auf dem Weg ins MINT-Studium". Foto: Universität Koblenz-Landau

Gefördert werden die beiden Projekte "Schulanfänger beim Mathematiklernen begleiten" und "LIFT: Lernen, Informieren, Fördern, Tun - auf dem Weg ins MINT-Studium". Foto: Universität Koblenz-Landau

„Damit erhält die hervorragende bildungswissenschaftliche Forschung am Campus Landau weiteren Rückenwind“, freut sich Professorin Dr. Gabriele E. Schaumann, die für Landau zuständige Vizepräsidentin der Universität Koblenz-Landau. Das Projekt „Schulanfänger beim Mathematiklernen begleiten“unterstützt Kindertagesstätten in und um Landau mit mathematischen Lernangeboten für Kinder im letzten Kindergartenjahr. Schulanfänger bringen teilweise bereits umfangreiche mathematische Erfahrungen mit, allerdings sind die Kompetenzen zu Schulbeginn oftmals sehr unterschiedlich, wie Studien belegen. „Kindertagesstätten übernehmen im Heranführen der Kinder an Mathematik zunehmend eine wichtige Funktion“ unterstreicht die Projektleiterin und Professorin für Didaktik der Grundschulmathematik Dr. Stephanie Schuler. Denn die mathematischen Vorerfahrungen vor Schulbeginn sind laut Studienergebnissen eine der stärksten und besten Vorhersagevariablen für weiteres schulisches Mathematiklernen. Das Projekt LIFT dagegen hat ältere Schülerinnen und Schüler im Blick: Durch Angebote in vier Lehr-Lern-Laboren der Universität in Landau in den Bereichen Physik und Technik (SciTech-Labor), Mathematik (Mathematik-Labor „Mathe ist mehr“), Chemie (Freilandmobil) und Biologie (NatureLab) erhalten begabte Schülerinnen und Schüler der Realschule die Möglichkeit, sich bezüglich eines naturwissenschaftlichen oder mathematischen Studiengangs zu orientieren. Dadurch sollen sie motiviert werden, ihren weiteren Bildungsweg in Richtung Fachabitur oder allgemeine Hochschulreife sowie anschließendem Studium zu planen. In den Kursen in den Laboren lernen die Schüler neue MINT-Inhalte und fachspezifische Arbeitstechniken kennen und können selbst eigene Fragestellungen entwickeln und interessengeleitet Versuche durchführen. Das Projekt LIFT wird geleitet von Prof. Dr. Alexander Kauertz, Prof. Dr. Sandra Nitz, Prof. Dr. Björn Risch und Prof. Dr. Jürgen Roth. 

Die Stiftung Pfälzisches Lehrerwaisenstift unterstützt und fördert Kinder, Schülerinnen und Schüler, Auszubildende sowie Studierende der Erziehungswissenschaften und Sozialpädagogik, die von anderer Seite keine finanzielle Unterstützung erhalten. Darüber hinaus fördert die Stiftung besondere pädagogische Projekte an Schulen in Rheinhessen-Pfalz und lobt einen Bildungspreis für hervorragende schulische Arbeit aus. Stiftungsvorsitzende Sabine Mages erläutert, dass die beiden Projekte der Universität in Landau bestens zu den Zielen des Lehrerwaisenstifts passen. „Die beiden Landauer Uni-Projekte werden von uns gefördert, weil sie einen wichtigen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit leisten und Chancengleichheit unterstützt wird! Dies entspricht unserem Stiftungszweck.“ Das Pfälzische Lehrerwaisenstift wurde 1869 als Selbsthilfeorganisation gegründet aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage der Lehrer und der Tatsache, dass vaterlose Lehrerfamilien auf die öffentliche Fürsorge angewiesen waren. Im Laufe der Zeit hat sich das Pfälzische Lehrerwaisenstift immer wieder den geänderten Bedürfnissen angepasst. So wurde beispielsweise das ursprünglich pfälzische Betreuungsgebiet auf ganz Rheinhessen-Pfalz ausgeweitet und die Unterstützungsmaßnahmen wurden breiter aufgestellt. 

Kontakt:
Pressestelle Campus Landau
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
E-Mail:


Datum der Meldung 07.11.2019 10:00