Mathematik-Labor "Mathe ist mehr"

Mathematik-Labor "Mathe ist mehr"

Im Mathematik-Labor "Mathe ist mehr" können Schüler/innen durch experimentellen Umgang mit gegenständlichen Modellen und systematischer Variation von Computersimulationen sowohl ihr Verständnis von alltäglichen Phänomenen, als auch ihr mathematisches Grundlagenwissen weiterentwickeln.

Das Mathematik-Labor "Mathe ist mehr" besteht als Lehr-Lern-Labor aus drei Säulen, die sich gegenseitig befruchten: Zunächst handelt es sich um ein Schülerlabor, in dem Schülerinnen und Schüler gefördert werden. Dabei arbeiten sie in einer Labor-Lernumgebung im Sinne eines entdeckenden oder Forschenden Lernens (vgl. Roth und Weigand 2014) an MINT-Fragestellungen. Darüber hinaus dient es als Forschungslabor der Grundlagen- und Entwicklungsforschung der Arbeitsgruppe Didaktik der Mathematik (Sekundarstufen). Schließlich werden hier auch Lehramtsstudierende ausgebildet, die ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in einem komplexitätsreduzierten und klar strukturierten Rahmen in der Praxis mit Schülerinnen und Schülern erproben und diese Erprobung nach verschiedenen Gesichtspunkten reflektieren. Diese dritte Säule konstituiert ein Lehr-Lern-Labor. Dementsprechend wird – im Sinne des Pars pro Toto – die ganze Einrichtung nach dieser Säule Lehr-Lern-Labor genannt.
Gerade das Zusammenspiel dieser drei Säulen des Mathematik-Labors "Mathe ist mehr" zeigt die Chancen und den Wert dieser Einrichtung auf. Im Zentrum steht zunächst die Förderung von Schülerinnen und Schülern auf der Basis einer soliden didaktischen Auseinandersetzung mit Instruktion. Dies ist ein wesentlicher Aspekt, weil so sichergestellt wird, dass das Agieren der Lehramtsstudierenden in Form von professionellen Tätigkeiten von Lehrpersonen erfolgt und nicht zu einem ziellosen Handeln
ohne klare Perspektive wird. Die Tatsache, dass ein Lehr-Lern-Labor auch ein Forschungslabor ist, sichert das theoriebasierte Vorgehen, ermöglicht den Lehramtsstudierenden aber auch die direkte Beteiligung an der Gewinnung von empirischen Forschungsergebnissen. Letzteres kann sie dazu anregen, auch in ihrem späteren Berufsalltag systematisch Erkenntnisse zu ihrem eigenen Handeln als Lehrperson und dessen Auswirkung auf die Schülerinnen und Schüler zu gewinnen. Dass ihr eigenes Handeln als angehende Lehrperson sowie das Lernen der Schülerinnen und Schüler dabei immer im Mittelpunkt steht, ist bei dieser Art der Gestaltung der universitären Lehrerbildung allen Beteiligten fortwährend präsent.

Homepage: https://mathe-labor.de/