Kolloquium Mathematik und ihre Didaktik - SS 2019

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Dienstag, den 04.06.2019, 16 Uhr c.t., Raum I 1.08 (Mathematik-Labor) :

Herr Prof. Dr. Günter Krauthausen, Universität Hamburg

APPsicht – Erfahrungen und Einordnungen zum Tablet-Einsatz im Mathematikunterricht der Grundschule. Erfahrungen und Einordnungen

Kurzfassung:

Ein von der Telekom-Stiftung gefördertes und gerade abgeschlossenes Projekt ›Digitales Lernen Grundschule‹ hat v. a. Möglichkeiten der Förderung fachlichen Lernens in den Blick genommen. Im Hamburger Teilprojekt APPsicht wurden dazu geometrische Lernumgebungen entwickelt und erprobt.

Im Vortrag sollen das übergeordnete Projekt sowie ausgewählte Erkenntnisse aus APPsicht vor- und zur Diskussion gestellt werden. Auch wird eine Einordnung in die inzwischen fast 30 Jahre alte Diskussion zum Einsatz ›Neuer Medien‹ versucht.

Demnach scheint für die Grundschule auch aktuell eher Gelassenheit geboten zu sein. Das bedeutet einerseits Offenheit gegenüber den Potenzialen digitaler Medien unter dem Primat der Didaktik, und andererseits reflektierte Skepsis gegenüber den (u. a. bildungspolitischen) Versprechungen eines ›Digitalisierungs-Hypes‹.


Dienstag, den 25.06.2019, 16 Uhr c.t., Raum I 1.08 (Mathematik-Labor):

Frau Prof. Dr. Tina Seufert, Universität Ulm

Multimediales Lernen – Eine Herausforderung für Lernende und Lehrende

Kurzfassung:

In Zeiten des digitalen Wandels nimmt die Nutzung digitaler Medien und damit auch multimedialer Darstellungen auch im Lernkontext stetig zu. Die Nutzung verschiedener Medienformate bringt auch tatsächlich viele Vorteile für die Unterstützung von Lernprozessen mit sich, wie z.B. die Förderung der Motivation. Aber können Lernende tatsächlich von der Vielfalt der dargebotenen Informationen profitieren? Sind sie in der Lage ihre Aufmerksamkeit auf die wichtigen Informationen zu lenken, zu entscheiden wie sie Informationen auswählen oder die verschiedenen Darstellungen zu verknüpfen und damit ihr Potential auch tatsächlich auszuschöpfen? In zahlreichen Studien lässt sich zeigen, dass die kognitive Verarbeitung und die Selbstregulation beim multimedialen Lernen eine Herausforderung für viele Lernende darstellt. Damit ist der Lehrende gefordert, mögliche Defizite der Lernenden genau zu verstehen und Lernmaterialien oder –aufgaben so zu gestalten dass sie vertiefte Lernprozesse anregen. In meinem Vortrag werde ich verschiedene Studien vorstellen, die sowohl die Lernprozesse beim multimedialen Lernen beleuchten als auch die Wirksamkeit verschiedener instruktionaler Maßnahmen auf Seite des Lehrenden.


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