Kolloquium Didaktik der Mathematik - WS 2017/18

 

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Dienstag, den 28.11.2017, 16 Uhr c.t., Raum C I 208 (blauer Treppenaufgang):

Frau Prof. Dr. Birgit Werner, PH Heidelberg

Inklusive Mathematikdidaktik?! Mathematikdidaktische und sonderpädagogische Überlegungen zur Gestaltung zieldifferenter Bildungsangebote im Sekundarbereich I

Kurzfassung:

Der (inklusive) Mathematikunterricht im Sekundarbereich bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Abschluss- und Anschlussorientierung. Dies betrifft vor allem die Einbindung zieldifferenter Bildungsangebote in den Förderschwerpunkten ‚Lernen‘ und ‚Geistige Entwicklung‘. Exemplarisch für den Förderschwerpunkt Lernen werden fachdidaktische und sonderpädagogische Überlegungen skizziert, die auch die Gestaltung zielgruppenspezifischer Prüfformate beinhalten. Gerahmt werden die Konzepte von den Bildungsstandards der KMK (2004) sowie den Kriterien für die Gestaltung authentischer mathematischer Aufgabenstellungen (Palm 2007).


Dienstag, den 05.12.2017, 16 Uhr c.t., Raum W 1.02 (Westring 2):

Frau Andrea Wullschleger, Universität Zürich

Individuell-adaptive Lernunterstützung bei der spielintegrierten Förderung von Mengen-Zahlen-Kompetenzen im Kindergarten

Kurzfassung:

Bereits Kinder im Alter von von vier bis sechs Jahren verfügen über beachtliches mathematisches Wissen und Können. Allerdings sind die interindividuellen Unterschiede sehr groß. Weil frühe Mengen-Zahlen-Kompetenzen wichtige Prädikatoren für die Mathematikleistungen in der Primarschule sind, ist eine gezielte Förderung während der Vorschulzeit wichtig. Im Vortrag wird ein spielintegriertes Förderkonzept vorgestellt und thematisiert wie frühpädagogische Fachkräfte das Lernen der Kinder in Spielsituationen individuell-adaptiv unterstützen können. Dazu werden Ergebnisse aus de Projekten "Spielintegrierte mathematische Frühförderung (SpiF und SpimaF)" und "Wir lernen Mathematik (WILMA)" vorgestellt.


Dienstag, den 16.01.2018, 16 Uhr c.t., Raum CI 1 (Konferenzraum):

Frau Prof. Dr. Bärbel Barzel, Universität Duisburg-Essen

Funktionales Denken im Unterricht – Kompetenzen. Medien. Förderung.

Kurzfassung:

Funktionales Denken wurde in der Meraner Reform als zentrales Anliegen des Mathematikunterrichts herausgestellt. Das ist heute mehr denn je gültig. Was steckt genau dahinter und was müssen Schülerinnen und Schüler lernen, um funktionales Denken entwickeln und flexibel anwenden zu können?

Auf diese Frage wird im Vortrag eingegangen. Dabei werden auf der Basis aktueller Forschungs- und Entwicklungsprojekte konzeptionelle Gedanken zum Aufbau des funktionalen Denkens vorgestellt und konkrete Erkenntnisse zu einzelnen Elementen detailliert behandelt. Dabei geht es zum Beispiel um die Frage nach den Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern am Ende der Sekundarstufe I, um den Vergleich dynamischer, medialer Visualisierungen und um Wege, diagnostisch und fördernd im Themenbereich aktiv zu werden.


Dienstag, den 30.01.2018, 16 Uhr c.t., Raum I 1.08 (Mathematik-Labor):

Herr Dr. Markus Ruppert, Siebold-Gymnasium Würzburg

Wege der Analogiebildung

Kurzfassung:

Über die besondere Bedeutung von Analogiebildungsprozessen beim Lernen im Allgemeinen und beim Lernen von Mathematik im Speziellen besteht ein breiter wissenschaftlicher Konsens. Es liegt deshalb nahe, von einem lernförderlichen Mathematikunterricht zu verlangen, dass er im Bewusstsein dieser Bedeutung entwickelt ist – dass er also einerseits Analogien aufzeigt und sich diese beim Lehren von Mathematik zunutze macht, dass er andererseits aber auch dem Lernenden Gelegenheiten bietet, Analogien zu erkennen und zu entwickeln. Kurz: Die Fähigkeit zum Bilden von Analogien soll durch den Unterricht gezielt gefördert werden.

Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, müssen ausreichende Kenntnisse darüber vorliegen, wie Analogiebildungsprozesse beim Lernen von Mathematik und beim Lösen mathematischer Aufgaben ablaufen, wodurch sich erfolgreiche Analogiebildungsprozesse auszeichnen und an welchen Stellen möglicherweise Schwierigkeiten bestehen.

Im Vortrag wird eine Forschungsarbeit vorgestellt, die aufzeigt, wie Prozesse der Analogiebildung beim Lösen mathematischer Aufgaben initiiert, beobachtet, beschrieben und interpretiert werden können, um auf dieser Grundlage Ansatzpunkte für geeignete Fördermaßnahmen zu identifizieren, bestehende Ideen zur Förderung der Analogiebildungsfähigkeit zu beurteilen und neue Ideen zu entwickeln. Es werden dabei Wege der Analogiebildung nachgezeichnet und untersucht, die auf der Verschränkung zweier Dimensionen der Analogiebildung im Rahmen des zugrundeliegenden theoretischen Modells beruhen. So können verschiedene Vorgehensweisen ebenso kontrastiert werden, wie kritische Punkte im Verlauf eines Analogiebildungsprozesses. Es ergeben sich daraus Unterrichtsvorschläge, die auf den Ideen zum beispielbasierten Lernen aufbauen.


Lageplan und Anfahrtsbeschreibung