WS 2012/13

Die Vorträge des Kolloquiums "Mathematik und ihre Didaktik" finden im Sitzungszimmer
(CI blauer Treppenaufgang, EG, Eingang Richtung Hörsaal) statt. (Lageplan)

Hier können Sie das aktuelle Programm als PDF-Dokument herunterladen. 

 

 

Montag, den 05.11.2012, 16 Uhr c.t.:

Prof. Dr. Matthias Ludwig, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Mathematik im Sport

 

Kurzfassung:

All learning must be motivated, so lautet das erste Lerngesetz von Thorndike. Somit ist jedem klar, dass genau das auch für den Mathematikunterricht gelten sollte. Aber wie motiviert man die Schüler? Eine Möglichkeit ist es, die Welt ins Klassenzimmer zu holen. Diese Forderung ist nicht neu, aber man muss sie immer wieder wiederholen, weil es eben mühsam ist und immer wieder neu gedacht werden muss. Im Vortrag werden Beispiele aus dem Themenbereich Sport für alle Jahrgangsstufen vorgestellt und einige empirische Ergebnisse bzgl. der Auseinandersetzung mit solch offenen Aufgaben dargestellt.

[Vortragsfolien]


 

Montag, den 10.12.2012, 16 Uhr c.t.:

Prof. Dr. Elisabeth Rathgeb-Schnierer, PH Weingarten

Diagnose und Förderung als zentraler Baustein der Mathematiklehrerausbildung in der Primarstufe - Einblicke in das Lehrkonzept der "Beratungsstelle für Lernschwierigkeiten in Mathematik"

 

Kurzfassung:

In der aktuellen Diskussion um Kompetenzen und Standards in der Lehrerbildung kommt der Förderung diagnostischer Kompetenzen ein hoher Stellenwert zu. Um künftigen Lehrerinnen und Lehrern eine angemessene Entwicklung domänenspezifischer Diagnose- und Förderkompetenzen zu ermöglichen, wurde an der PH Weingarten eine "Beratungsstelle für Kinder mit Lernschwierigkeiten in Mathematik" eingerichtet. Im Rahmen dieser Beratungsstelle haben Studierende des Faches Mathematik die Möglichkeit, ein Kind mit Lernschwierigkeiten über den Zeitrum eines Semesters zu fördern. Dieser Förderung geht eine intensive theoretische Auseinandersetzung fachdidaktischer Hintergründe sowie Diagnose- und Förderkonzepten voraus. Parallel zur Förderung erfolgt eine permanente Begleitung der Studierenden innerhalb eines Supervisionsseminars.

Im Vortrag werden Ziele und Inhalte des Lehrkonzepts, welches im Jahr 2010 den Landeslehrpreis des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg erhielt, vorgestellt. Darüber hinaus erfoglt ein kurzer Einblick in zwei weitere Arbeitsbereiche der Beratungsstelle, die sich auf Serviceleistungen und Forschung beziehen.

[Vortragsfolien]

 


 

Montag, den 21.01.2013, 16 Uhr c.t.:

Herr Prof. Dr. Bernhard Burgeth, Universität des Saarlandes

„Bildverarbeitung: Sehen, wie (elementare) Mathematik arbeitet“

 

Kurzfassung:

Bildeindrücke aus der Umwelt werden im visuellen System des Menschen aufbereitet, also im weitesten Sinne gefiltert, ergänzt und segmentiert. Computer erlauben es nun, diese Verarbeitung mit mathematischen Algorithmen nachzuahmen. Dazu werden in dem Vortrag elementare Hintergrundkonzepte der Bildverarbeitung vorgestellt, etwa

- die Repräsentation digitaler Bilder im Computer mittels Diskretisierung und Quantisierung.

- Punkttransformationen von Bildern zur Manipulation von Bildern

- Lokale Transformationen zum Entrauschen, Erodieren, Dilatieren und Segmentieren von Bildern.

An mathematischen Grundlagen werden dabei Kenntnisse und Techniken aus der Arithmetik (Maximum/Mini­mum), der Analysis (Verkettung von Funktionen, Differenziation), der Numerik (Finite Differenzen), der Geomet­rie (Kanten als Kurven) und der Wahrscheinlichkeitstheorie (Histogramme) vernetzt. Zur Umsetzung dieser Bild-/ Signalverarbeitungsmethoden genügen auch Stift und Papier.