WS 2015/16

 

Die Vorträge finden im Sitzungszimmer (CI, EG) statt. (Lageplan)

Hier können Sie das aktuelle Programm als PDF-Dokument herunterladen.

 

Dienstag, den 01.12.2015, 16 Uhr c.t.:

Herr Prof. Dr. Sebastian Wartha, PH Karlsruhe

Diagnose, Prävention und Förderung bei besonderen Schwierigkeiten beim Rechnen

Kurzfassung:

Ausgehend von Fallbeispielen (Videosequenzen und Schülerdokumenten) werden Symptome für besondere Schwierigkeiten beim Lernen des Rechnens erarbeitet. Anschließend werden inhaltliche und methodische Grundlagen von Diagnose und Förderung betrachtet, die auf spezielle Probleme beim Lernen von Mathematik abzielen.
Besondere Hürden stellen dabei die Ablösung vom zählenden Rechnen, die Entwicklung eines tragfähigen Stellenwertverständnisses und der Aufbau von Grundvorstellungen zu Zahlen, Rechenoperationen und -strategien dar.
Auf der Grundlage dieser Überlegungen werden konkrete Maßnahmen für die Förderung und einen präventiven Unterricht beleuchtet. Hierbei steht die Wechselwirkung aus Diagnose (Fehleranalysen, Rekonstruktion von Bearbeitungsstrategien an Material und im Kopf) und darauf abgestimmten Möglichkeiten der Förderung im Mittelpunkt. Eine zentrale Rolle spielen der zielgerichtete Einsatz von Material und geeigneten Darstellungsmitteln sowie die Unterstützung des Aufbaus von gedanklichen Werkzeugen.

 


 

Dienstag, den 15.12.2015, 16 Uhr c.t.:

Frau Prof. Dr. Susanne Prediger, TU Dortmund

Fachdidaktische Entwicklungsforschung - Ein Forschungsprogramm zur Verknüpfung von Design und Theoriebildung

Kurzfassung:

Seit einigen Jahren gewinnt die systematische Verknüpfung von Design (von Lehr-Lernarrangements) und empirischer Beforschung (mit dem Ziel der Theoriebildung) eine zunehmende Bedeutung in den Fachdidaktiken, gerade wenn die Prozesse des Lehrens und Lernens im Vordergrund stehen.
Im Vortrag werden Stärken und Qualitätsanforderungen an das Forschungsprogramm diskutiert an einem Beispiel aus der Mathematikdidaktik.

 


 

Dienstag, den 12.01.2016, 16 Uhr c.t.:

Herr Dr. Sebastian Krusekamp, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Was können die eigentlich? - Diagnostische mathematische Online-Tests in der Studieneingangsphase

Kurzfassung:

Der Übergang von Schule zu Hochschule stellt Lernende und Lehrende gleichermaßen vor große Herausforderungen.

Erstere sind zuallererst einmal mit der Frage konfrontiert, welches Fach - und ob überhaupt - sie studieren möchten. Neben den persönlichen Interessen ist hierfür natürlich auch eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten wesentlich. Zugleich ist es für die Lehrenden der (Fach-)Hoch-schulen von Interesse, sich frühzeitig ein Bild von den Kenntnissen und Kompetenzen der Studien-anfänger(innen) machen zu können.

Angesichts der heutigen Allgegenwart und Verfügbarkeit digitaler Medien liegt es nah, digitale Testver-fahren einzusetzen, um Wissenstand und Fähigkeiten (zukünftiger) Studierender mit möglichst hoher Präzision und möglichst geringem Aufwand zu diagnostizieren; sei es um den Studierenden ein hilf-reiches Feedback zu geben oder den Lehrenden Anregungen für mögliche Schwerpunkte ihrer Studien-eingangskurse.

Nach einem Überblick über bestehende Online-(Self-)Assessments und einer Analyse ihrer Stärken und Schwächen behandelt dieser Vortrag Theorie, Konzepte und Realisierungsmöglichkeiten sogenannter diagnostischer Online-Tests. Unter anderem werden die Projekte MaStEr ("Mathematik Studieren mit Erfolg", WWU Münster) und DOT ("Digitale Online-Tests", WWU Münster, ILIAS open source e-Learning e.V.) vorgestellt.