SS 2016

 

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Dienstag, den 24.05.2016, 16 Uhr c.t., Raum I 1.08 (Mathematik-Labor):

Frau Dr. Andrea Hoffkamp, HU Berlin

Mathematikunterricht in stark heterogenen Klassen − Ein Praxisprojekt zur Schul- und Unterrichtsentwicklung

Kurzfassung:

Im Vortrag wird ein Langzeitprojekt zur Schul- und Unterrichtsentwicklung an einer Gemeinschaftsschule in Berlin-Kreuzberg vorgetellt. Der Fachunterricht findet dort in stark heterogenen Klassen mit einer großen Anzahl von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf, aber auch Kindern auf Gymnasialniveau, statt. Dies stellt die Lehrenden bezüglich der Gestaltung des Mathematikunterrichts vor komplexe Probleme. In enger Kooperation mit dem Kollegium wurde im Rahmen eines partizipativen Handlungsforschungsprojektes ein Unterrichtskonzept entwickelt. Da sich der Unterricht in stark heterogenen Klassen vordergründig zunächst als pädagogische Aufgabe darstellt, bedarf es einer Herangehensweise, die das Lernen und die Fachlichkeit in besonderer Weise mit der Erziehung der Kinder verbindet. Im Vortrag wird dieser Ansatz dargestellt und auf einzelne Entwicklungen, deren Aufwand, Wirksamkeit und Chancen genauer eingegangen.

 


 

Dienstag, den 14.06.2016, 16 Uhr c.t., Raum C I 1 (Sitzungszimmer):

Frau Prof. Dr. Silvia Wessolowski, PH Ludwigsburg

Kinder mit Lernschwierigkeiten in Mathematik fördern − eine Lerngelegenheit für Studierende mit enger Theorie-Praxis-Verzahnung

Kurzfassung:

Domänenspezifische Kompetenzen im Bereich Diagnose und Förderung sind für Lehrerinnen und Lehrer in ihrer täglichen Unterrichtspraxis unabdingbar. Deshalb sollte diesem Bereich im Rahmen einer professionellen Ausbildung von Mathematiklehrerinnen und -lehrern eine zentrale Rolle beigemessen werden. Um Lehramtsstudierenden nicht nur theoretische Einblicke in die Thematik zu ermöglichen, werden sie in die Arbeit der an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg eingerichteten „Beratungsstelle für Grundschülerinnen und –schüler mit Lernschwierigkeiten in Mathematik“ einbezogen. Die Grundlage dafür bildet ein Lehrkonzept, welches Theorie und Praxis eng verzahnt und den Studierenden in besonderer Weise die Entwicklung von Kompetenzen in den Bereichen Diagnose und Förderung ermöglicht.
Im Vortrag werden dieses Lehrkonzept und seine Rahmenbedingungen vorgestellt sowie Möglichkeiten zur Verbindung mit Forschung und Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern erörtert.

 


 

Dienstag, den 21.06.2016, 16 Uhr c.t., C I 1 (Sitzungszimmer):

Herr Dr. Christoph Neugebauer, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Wenn Studieren zum Normalfall wird - Hilfsangebote für Studienanfänger im Fach Mathematik an der Universität Münster

Kurzfassung:


Der Übergang von der Schule in die Hochschule ist gerade in Studiengängen mit hohen Mathematik-anteilen mit großen Hürden verbunden. So ist die Studieneingangsphase nicht nur fachlich eine große Herausforderung für viele Studierende, sie müssen sich auch in einer neuen Umgebung zurechtfinden und eine andere Form des Arbeitens erlernen.
Durch verschiedene Angebote der Hochschulen wird versucht, dieser Entwicklung entgegen zu wirken. So werden u. a. Vor- oder Brückenkurse oder auch spezielle Veranstaltungen z. B. für Lehramts-studierende angeboten. Aber auch durch sogenannte Online-Self-Assessments sollen frühzeitig eventuelle Schwächen aufgedeckt und durch besondere Förderungen beseitigt werden.
Heublein et al. (2013) berichten, dass die Studienabbruchquote in Bachelorstudiengängen an Universitäten für die Fächergruppe Mathematik/Naturwissenschaften bei 39 % liegt. Als Bedingungsfaktoren für einen Studienabbruch sind dabei immer häufiger auch innere Faktoren (psychische/physische Stabilität, Leistungsfähigkeit, Motivation etc.) zu berücksichtigen (u. a. Heublein et al., 2013; Dieter 2012). Rund ein Fünftel mehr Studierende suchen mittlerweile psychische Beratungsstellen auf als vor der Umstellung von den Diplom- auf die Bachelor- und Master-Studiengänge.
Im Rahmen des Vortrags werden verschiedene Angebote für Studienanfänger im Fach Mathematik an der Universität Münster vorgestellt. Neben der fachlichen Unterstützung im Rahmen von Vorkursen oder dem Propädeutikum gibt es seit einiger Zeit eine enge Zusammenarbeit mit der Psychotherapie-Ambulanz zu Themen wie Prokrastination, Selbstmanagement oder Motivation.
Darüber hinaus bietet das Learning Center Studierenden die Möglichkeit, auftretende Schwierigkeiten u. a. zusammen mit geschulten Tutoren zu beseitigen.


Lageplan und Anfahrtsbeschreibung