Geomedien

Räumliche Orientierung und mobile Endgeräte

(Matthias GrößlerProf. Dr. Detlef KanwischerProf. Dr. Engelbert Niehaus)

Räumliche Orientierung ist die Fähigkeit, sich in Räumen orientieren zu können (topographisches Orientierungswissen, Kartenkompetenz, Orientierung in Realräumen und die Reflexion von Raumwahrnehmung) und gehört zu einem der sechs Kompetenzbereiche des Faches Geographie (vgl. Bildungsstandards Geographie). Die Fähigkeit zur Räumlichen Orientierung wird im Geographieunterricht schon ab der 5. Jahrgangsstufe gefördert. Der Lehrplan weist für die 5. Jahrgangsstufe zu Beginn des Schuljahres die Auseinandersetzung mit dem Thema „Fähigkeit zum Benutzen von Karten zur Orientierung“ aus. Die Schwerpunkte liegen hierbei auf der Vermittlung fundamentalen topographischen Orientierungswissens, der Kenntnis verschiedener räumlicher Orientierungsraster und Ordnungssysteme und der Fähigkeit zur Einordnung der geographischen Sachverhalte in diese räumlichen Ordnungssysteme.
 

Der Kompetenzbereich Räumliche Orientierung hat nicht nur eine hohe Relevanz für den Alltag, sondern er ist auch eine methodische Basisqualifikation für andere Unterrichtsfächer. Umgekehrt benötigen die SchülerInnen Fähigkeiten aus anderen Fächern, um eine räumliche Orientierungskompetenz zu erlangen. Mathematische Fähigkeiten werden z.B. benötigt, um mit Bezugsgrößen, wie dem terrestrischen Koordinatensystem, arbeiten zu können. Auch die Arbeit mit Karten, die ein subjektiv erstelltes räumliches Modell der Wirklichkeit darstellen, ist auf die Fähigkeit der Raumvorstellung angewiesen, die im Kompetenzbereich „Mathematisch modellieren“ maßgeblich im Mathematikunterricht gefördert wird.

Mobile digitale Endgeräte, wie Smartphones und Tablets, haben in den letzten Jahren einen festen Platz im Alltagsleben der Schüler erlangt. Hierzu gehört auch der Umgang mit GPS und digitalen Karten. Trackingfunktionen werden z.B. genutzt, um Bewegungsprofile von Freunden zu erstellen und in den digitalen Globen werden z.B. markante Punkte eines Raumes, sogenannte Landmarks, bewertet. Vor diesem Hintergrund sind mobile digitale Endgeräte prädestiniert, um im Bereich Räumliche Orientierung das informelle Lernen außerhalb der Schule mit dem formellen Lernen in der Schule zu verknüpfen.

 

Studentische Abschlusssarbeiten im Kontext des Teilprojektes Geomedien

  • Masterarbeit: Hauke Hein (2012), Entwicklung und Evaluation von Protokollierungshilfen am Beispiel einer Unterrichtseinheit zur Räumlichen Orientierung
    • Beitrag zum Teilprojekt Geomedien: Entwicklung der Protokollierungshilfen für die Unterrichtseinheit in Zusammenarbeit mit Matthias Grössler.
    • Prüfer: Prof. Dr. Detlef Kanwischer, Schulz
  •  Masterarbeit: Jan Ledwig (2012), Digitale Geomedien und räumliche Orientierungskompetenz
    • Beitrag zum Teilprojekt Geomedien: Entwicklung der Unterrichtseinheiten in Zusammenarbeit mit Matthias Grössler.
    • Prüfer: Prof. Dr. Detlef Kanwischer, Dr. Horn
  • Projektarbeit in Modul 13 Geographie: Katharina Bernhart (WS 2012/13), Item - Entwicklung im Projekt „Räumliche Orientierung und mobile digitale Endgeräte (Geomedienkompetenz)
    • Beitrag zum Teilprojekt Geomedien: Item-Entwicklung im Teilprojekt in Zusammenarbeit mit Matthias Grössler.
    • Prüfer:  Dr. Horn

Das Teilprojekt Geomedien dankt den Studierenden und Prüfern für die engagierte Teilnahme an der Projektentwicklung.