Wässerwiesen

Zusammenhänge zwischen Phytodiversität, Bodenorganismen und Bodeneigenschaften in (un)bewässertem und (un)gedüngtem Grünland

Die Erklärungsversuche durch welche Prozesse die Phytodiversität in Grünland durch Düngung herabgesetzt wird widersprechen sich vielfach. Neuere Untersuchungen lassen vermuten, dass klonalen Pflanzen über einen Prozess der Homogenisierung der Nährstoffverteilung zur Verarmung der Flora beitragen. Dabei sind funktionelle Eigenschaften der Pflanzen genauso wichtig, wie die Nährstoffverteilung, die wiederum von Verteilung, Aktivität und Zusammensetzung der belebten und unbelebten organischen Bodensubstanz abhängt. In einem zweifaktoriellen Probenahme-Design (gedüngt - ungedüngt, bewässert - unbewässert) sollen Rückkopplungen zwischen Vegetation, Bodenlebewesen und den Bodeneigenschaften untersucht werden. Dazu können Vegetations- und Nährstoffanalysen aus einem laufenden DBU Projekt genutzt werden. Zusätzlich werden die mikrobielle Biomasse (Fumigationsextraktion), Biomasse-Aktivität (CO2/N2O Messung) und Biomasse-Diversität (PLFA), und diverse Eigenschaften der organischen Bodensubstanz wie Aggregatstabilität, Benetzbarkeit, Dispergierbarkeit und thermische Stabilität untersucht. Ausgewählte Parameter werden in einer zweiten Phase hinsichtlich ihrer kleinräumigen Heterogenität untersucht, um die Hypothese, dass sowohl Düngung als auch Bewässerung eine Homogenisierung von Bodenparametern hervorruft, die zur Abnahme der Diversität von Pflanzen und Bodenlebewesen führt.

 

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