Renaturierung Kyllmündung

Begleitende Untersuchungen zur Renaturierung eines Auewaldes an der Kyllmündung

 

Leitung: Dr. Constanze Buhk, Team Pflanzenökologie

Kooperation mit Dr. Carsten Eichberg, Geobotanik, Uni Trier

 

Forschungsförderung: Landesbetrieb Mobilität RLP

Laufzeit 2008-2012

Über die natürliche Sukzession renaturierter Auestandorte an der Mosel ist nichts bekannt. Das betrifft sowohl die Einwanderungs- und Verbreitungspotentiale auetypischer Arten als auch die Konkurrenzsituation mit lokalen Neophytenvorkommen.

Ziele:

Beobachtung der Sukzession im Gebiet unter besonderer Berücksichtigung

  • des Auftretens von Neophyten Reinbeständen
  • der Wirkungsweise der Initialpflanzungen
  • des Einflusses von Wildverbis
  • der bisherigen Landnutzung

·Untersuchung der Regenerationsprozesse und Konkurrenzfähigkeit einzelner wichtiger Arten

  • Welche Diasporen sind im Gebiet bzw. welche werden eingetragen (über die Luft und das Wasser)? welchen Arten gelingt die Etablierung?
  • Welcher Anteil der Arten ist typisch für Auekomplexe? Welche typische Auearten gelangen nicht ins Gebiet?
  • Welches Ausbreitungspotential hat der Japanknöterich (im Gebiet Fallopia japonica und Fallopia x bohemica), das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera), der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) sowie der Topinambur (Helianthus tuberosus). Gibt es realistische Mittel, die eine Ausbreitung der Arten reduziert?
  • Unter welchen Umweltbedingungen können bestimmte Arten durch ihre Konkurrenz ein Aufwachsen der Neophyten verhindern?

 

Methoden:

  • Kartierung der aktuellen Vegetation vor dem Eingriff unter besonderer Berücksichtigung des Vorkommens von Neophyten
  • Untersuchung der Samenbank im Boden sowie des Eintrags aus der Luft und über das Wasser mit Hilfe von Samenfallen
  • Beobachtung der Sukzession auf Dauerflächen

o mit und ohne Initialpflanzung

o unterschiedlicher Ausgangsvegetation (ehemalige Landnutzung)

o mit und ohne Wildverbiss (Errichtung einzelner Wildzäune)

  • Gezielte Untersuchung zur Ausbreitungsfähigkeit und Konkurrenz der Zielarten sowie der aggressivsten Neophyten durch experimentelle Keimungs- und Etablierungsversuche in Klimaschränken und im Gewächshaus.
  • Analyse der genetischen Herkunft der lokalen Populationen des Japanknöterichs zur Klärung, um welchen Hybriden es sich im Gebiet handelt.