Veralteter Link
Die Adresse des Inhalts, den Sie erreichen wollten, hat sich geändert. Sie wurden automatisch zu der neuen Adresse weitergeleitet. Sollten Sie über ein Lesezeichen oder einen Link hierhin gelangt sein, denken Sie bitte daran diesen zu aktualisieren.

WasserWiesenWerte Projekt und Wiesenkonferenz (22.-23.9.2016)

Projekt WasserWiesenWerte

Wiesenkonferenz am 22.-23.9.2016

 

Das WasserWiesenWerte Projekt

Logo

 

Wiesenbewässerung: Eine produktive Bewirtschaftungsform mit hohem Wert für Mensch und Natur?

Projekt Zusammenfassung

 

Finanzierung: Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Laufzeit (Okt. 2013 - Juli 2017)

Projektleitung:

Dr. Constanze Buhk (AG Geoökologie; Koordination), Prof. Dr. Oliver Frör (AG Umweltökonomie), Dr. Jens Schirmel (AG Ökosystemanalyse)

Kooperationspartner: Landschaftspflegeverband Südpfalz (Pirmin Hilsendegen, Dr. Peter Keller)

Doktorandin im Projekt: Rebekka Gerlach (M. Sci UWI)

Der erfolgreichen Einwerbung der Drittmittel war eine Anschubfinanzierung des Landes RLP aus Mitteln der Forschungsinitiative vorausgegangen.

Zusammenfassung:

Grünlandnutzung nimmt in Mitteleuropa dramatisch ab. Besonders artenreiches Grünland ist selten geworden. Blühende Wiesenlandschaften sind nicht nur Nahrungsgrundlage und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen, sondern auch ein Lichtblick für erholungssuchende Menschen. Viele Wiesen, besonders Tal- und Niederungswiesen, wurden im Verlauf der letzten 50 Jahre stark intensiviert und wandelten sich zuCover eintönigem Grün oder zu Ackerflächen. Im Rahmen dieses Projektes wollen wir eine ehemals weit verbreitete Form der Wiesennutzung genauer untersuchen und das Potential zur Rückgewinnung blühender Landschaften darstellen. Wie alte Karten belegen, war Wiesenbewässerung zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Mitteleuropa eine sehr weit verbreitete Form der Nutzung. Lokal waren über 60% der Wiesen bewässert. Durch das kurzzeitige Überfluten der Flächen vom Frühjahr bis in den Sommer hinein, konnten hohe Erträge erzielt werden. Basis dafür ist wohl die bessere Mineralisierung, Nährstoff- und Wasserverfügbarkeit im Sommerhalbjahr. Die Wiesenbewässerung bedarf eines ausgeklügelten Systems an Gräben und Schleusen. Diese Infrastruktur wurde mit Aufkommen der Kunstdünger Mitte des Jahrhunderts nicht mehr gepflegt, so dass die Bewässerung Schritt für Schritt zum Erliegen kam.

Solche Bewässerungsanlagen werden seit Jahrzehnten an der Queich bei Landau erhalten bzw. wurden wieder reaktiviert. Ziel unseres Projekts war es, die Möglichkeit zu überprüfen, ob man auf Wässerwiesen die sich scheinbar ausschließenden Faktoren hohe Erträge und Biodiversität in Einklang bringen kann. Dazu wurden 36 unterschiedlich stark gedüngte bewässerte und unbewässerte Wiesen verglichen. Es wurden die menge und Qualität der produzierten Biomasse, die Biodiversität (Vegetation, Fauna) sowie die Aktivität der Bodenlebewesen und Bodenparametr untersucht. Dazu kammen noch Befragungen zur gesellschaftlichen Wahrnehmung und Rentabilität für die Landwirte. Viele Landwirte haben Flächen zur Verfügung gestellt und unterstützen das Projekt mit ihren Informationen.

Die zentralen Ergebnisse haben wir in diesem Flyer zusammengefasst.

 

 

 

Am 22.-23.09.2016 fand eine Konferenz statt:

Wiesenlandschaften mit hohem Wert für Mensch und Natur


- Optionen und Strategien zum Erhalt und zur (nachhaltigen) Nutzung -

 

Ergebnisbericht herunterladen

 

Ziele der Konferenz waren der Erfahrungsaustausch und Diskussionen zur Frage, welche (nachhaltigen) Optionen und Strategien für den Erhalt von artenreichen Wiesenlandschaften bestehen. Der  Fokus lag auf Strategien, bei denen sowohl Landwirte, lokale Bevölkerung  als auch die Biodiversität profitieren. Im Rahmen der Konferenz wurde die traditionelle Wiesenbewässerung als eine mögliche Nutzungsoption auf Grundlage eigener Projektergebnisse vorgestellt.

Teilnehmer waren ca. 80 Behördenvertreter der Bundes-, Landesämter und anderer Verwaltungsbeschäftigte, Interessensvertreter aus Naturschutz- und Landschaftspflegeverbänden sowie Wissenschaftler aus praxisorientiert forschenden Arbeitsgruppen.

 

Programm:

Do. 22.9.2016 in Landau (Pfalz), Universität

Teil I: Multifunktionale Bedeutung und aktuelle Situation von Wiesen in Deutschland und angrenzenden Ländern

Teil II: Beispiele (nachhaltiger?) Strategien zum Erhalt von Wiesenlandschaften

  • Wo liegt der Kompromiss zwischen Nutzungsintensität, Aufwuchsverwertbarkeit und Verschlechterungsverbot? Ergebnisse aus zwei FFH-Grünlandversuchen in der anhaltischen Elbaue. Referentin: Sandra Dullau (Hochschule Anhalt, Bernburg)

Teil III: Konflikte und Handlungsstrategien für eine nachhaltige Wiesennutzung

Posterbesprechung

Podiumsdiskussion (Audimax) mit Vertretern aus Landwirtschaft, Administration und Naturschutz zu: Optionen, Handlungsstrategien & Übertragbarkeit (Moderation: Dr. Constanze Buhk)

Stehempfang mit Weinprobe und Traubensaft, kaltes Buffet


Fr. 23.9.2016

Teil IV: (Wässer)Wiesen - Erkenntnisse aktueller Forschung (Hörsaal II)

Posterbesprechung

Exkursionen in die Wässerwiesen bei Landau in kleineren Gruppen. Schwerpunkte: Vegetation, Fauna, Landschaftsdiversität, Nutzung, Bewässerungssystem, FFH Gebiet, Vertragsnaturschutz, Störche.

 

Für den Inhalt der jeweiligen Vorträge, die hier im PDF hochgeladen sind, sind die Autoren verantwortlich.