Bachelorarbeiten

Bachelorarbeiten im Bereich Klinische Psychologie des Kindes- und Jugendalter

 

Voraussetzungen

Die Betreuung mancher Bachelorarbeiten in unserer Arbeitseinheit sind an ein mind. 6-wöchiges Forschungspraktikum (Pflichtpraktikum) in der Arbeitseinheit Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters gekoppelt. Das Bachelorkolloquium beginnt jeweils im Sommer- und Wintersemester. Das Forschungspraktikum kann ggfs. auch früher beginnen.

Vorgehen:

  • Bitte senden Sie uns Ihre Anfrage mit der Angabe, welches Thema Sie interessiert per E-Mail an den Betreuer/die Betreuerin der Arbeit. Die Angaben zur Kontaktperson finden Sie bei der Themenbeschreibung.
  • Interessenten werden zu einem Gespräch eingeladen.

Allgemeiner Hinweis

Generell können bei vorhandener Kapazität der Betreuer/innen auch Bachelorarbeiten auf Basis eigener Forschungsideen in unserer Arbeitseinheit geschrieben werden. In diesem Fall können Sie sich mit einer konkreten Fragestellung inklusive Ideen zur methodischen Umsetzung bei dem/der möglichen Betreuer/ Betreuerin melden (bitte schauen Sie sich zur Auswahl die jeweilligen Forschungsthemen/-schwerpunkte an).

 

Aktuell sind folgende Themen für Bachelorarbeiten zu vergeben:

(Stand 24.09.2020)

Clinical Global Impression- Severity und Change Index in Psychotherapiestudien des Kindes- und Jugendalters

Nicht-Suizidales Selbstverletzendes Verhalten

Schlafstörung/Schlafverhalten

Psychologische Testdiagnostik in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Gütekriterien bei einem Angstfragebogen

Psychotherapieprozess (Stundenbogen)

Kinder von psychisch kranken oder suchtkranken Eltern

 

Folgende Themen sind aktuell bereits vergeben:

Hemmschwellen zur Aufnahme einer Psychotherapie bei Jugendlichen/Eltern

Psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter

Prävention psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter

Komorbidität bei Angststörungen

Evaluation einer Aufklärungsbroschüre/Videointervention zu Psychotherapie und psychischen Störungen

Wirksamkeit ambulante CBT (bei Jugendlichen/Kindern)

Evaluation der Supervision in einer Ausbildungsambulanz

 

Clinical Global Impression- Severity und Change Index in Psychotherapiestudien des Kindes- und Jugendalters

Der CGI-C/S sind ein kurzes und einfaches Instrument zur Erfassung des Schweregrads von Psychopathologie als auch des Ausmaßes der Verbesserung des Patienten nach der Therapie. Aus dem Erwachsenenbereich liegen Studien zur Validität des CGI vor (z.B. Berk et al., 2008; Zaider et al., 2003). Für den Kinder- und Jugendlichenbereich steht dies noch aus. Dies soll mit dieser Abschlussarbeit angegangen werden. Es kann ein bestehender Datensatz verwendet werden, bzw. neue Daten erhoben werden. Die Betreuung erfolgt durch Frau Prof. Dr. Tina In-Albon (in-albon@uni-landau.de).

Nichtsuizidales selbstverletzendes Verhalten (NSSV)

Thema 1: Erfassung impliziter Assoziationen bzgl. Selbstverletzungen

Nock und Banaji (2007) zeigten, dass der self-injury IAT (SI-IAT) gegenwärtige Suizidgedanken und -versuche prädiziert. Außerdem konnte gezeigt werden, dass der SI-IAT einen reliablen Prädiktor nachfolgender nichtsuizidaler Selbstverletzungen darstellt (Cha et al., 2016). In einem ersten Schritt wurde die Originalversion der SI-IAT bereits modifiziert, indem weitere NSSV-Methoden aufgenommen wurden. Ziel der Bachelorarbeit ist es, anhand des modifizierten SI-IAT implizite Einstellungen bzgl. Selbstverletzungen in einer Online-Stichprobe zu erfassen und zu untersuchen. Es müssten in einer bestehenden Studie noch weitere Daten erhoben werden. Die Betreuung erfolgt durch Laura Kraus (kraus@uni-landau.de).

Thema 2: Social Media/Instagram-Detox und NSSV

In den letzten Jahrzehnten zeigte sich eine stetige Zunahme von NSSV-Inhalten im Internet sowie in Filmen, Lieder und Printmedien (Whitlock et al., 2009; Whitlock et al., 2007). Zum aktuellen Zeitpunkt liegt eine Vielzahl an Studien vor, die sich mit der Anzahl der Gruppen und Beiträge zum Thema NSSV auf sozialen Netzwerken, wie Facebook, Instagram (Brown et al., 2017; Duggan et al., 2012; Scherr et al., 2019) und Youtube (Duggan et al., 2012) beschäftigten.

In einer Bachelorarbeit wurde im ersten Schritt bereits untersucht, inwiefern sich eine einwöchige Abstinzenphase von Instagram auf den Selbstwert und die depressive Symptomatik auswirkt. Es zeigte sich, dass die Abstinenzphase von Instagram/sozialer Medien zu einer Erhöhung des Selbstwerts und Abnahme der depressiven Symptomatik führt. Ziel der Bachelorarbeit ist es, die Auswirkung einer Abstinenzphase von Instagram/social media  bei Betroffenen mit NSSV zu untersuchen. Die Betreuung erfolgt durch Laura Kraus (kraus@uni-landau.de).

Schlafstörungen/Schlafverhalten

Diese Arbeiten werden von Frau Prof.Dr. Tina In-Albon (in-albon@uni-landau.de) betreut und in Kooperation mit Herrn Dr. Weeß, Schlafzentrum Pfalzklinikum durchgeführt.

Thema 1: Risikoverhalten und Schlaf

Der Einfluss von Schlafmangel und Schlafstörungen auf das kognitive Entscheidungsverhalten (gesellschaftliche Relevanz, z.B. bei politischen oder wirtschaftlichen Entscheidungen). Hier ist eine Schlafdeprivationsstudie geplant.

 

Thema 2: Liebe, Schlaf und Partnerschaft

Wie wirkt sich der Chronotyp (Lerche oder Eule), das Schlafverhalten und Schlafstörungen auf die Partnerschaft aus. Partnerschaftszufriedenheit und Schlafgewohnheiten. Wie wirken sich Verliebtsein und Trennungen bei Jugendlichen auf das Schlafverhalten aus?

 

Thema 3: Schichtarbeit und Schlafstörungen

Auswirkungen der 24 Stunden Non-Stop Gesellschaft auf Schlaf Leistungsvermögen und psychische Gesundheit. Welche Formen von verhaltenstherapeutische Interventionen sind bei verschiedenen Schichtmodellen wirksam? Gibt es Prädiktoren für den Therapieerfolg?

 

Thema 4: Insomnien und die Wirksamkeit verhaltenstherapeutischer Interventionen bei Kindern und Jugendlichen.

 

Thema 5: Evaluation einer verhaltenstherapeutischen Kurzzeitintervention für Insomnien

Die Kognitive Verhaltenstherapie der Insomnie (KVT-I) gilt bei Insomnien als first-line Therapie. Geprüft werden soll die Wirksamkeit einer verhaltenstherapeutischen Kurzzeitintervention über zwei Tage. Dabei besteht die Möglichkeit sich in die Verhaltenstherapie der Insomnie einzuarbeiten und in den Behandlungen zu hospitieren.

 

Thema 6: Evaluation einer Video-Psychoedukation bei Insomnien

Insomnien sind eine Volkskrankheit. Aus diesem Grunde werden Stepped-care Modelle der Behandlung etabliert. In diesem Kontext gewinnen automatisierte Behandlungsbausteine, wie beispielsweise eine filmische Psychoedukation an Bedeutung in der Behandlung.

Bearbeitet wurde bereits die Fragestellung, ob bei mittelscheren bis schweren Insomnien ein Psychoedukationsvideo eine klinische Wirksamkeit aufweist. 

Weitere Fragestellungen beziehen sich auf

  • die Kombination einer KVT-I Kurzzeitintervention mit einem Psychoedukationsvideo.
  • die Wirksamkeit des Psychoedukationsvideos bei leichten Insomnien
  • die Wirksamkeit eines kommerziellen Online-Therapieprogrammes für Insomnien
  • die Kombination eines kommerziellen Online-Therapieprogramms für Insommen mit einer KVT-I Kurzzeitintervention.

 

Thema 7: Evaluation einer Bibliotherapie in KVT-I bei primären und komorbiden Insomnien.

 

Psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter/Kinder und Jugendlichen Psychotherapie

Evaluation der Behandlung in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie-Ambulanz Landau

Im Rahmen der Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten müssen 600 ambulante Behandlungsstunden in der LPA-KiJu in Landau durchführen. Mittlerweile liegen für viele Patienten Prä-Post Werte zur Therapie vor. Im Rahmen der Bachelorarbeit soll die Prä-Post Veränderung in der Ambulanz insgesamt (YSR, CBCL) bewertet durch Patienten sowie Eltern berichtet werden. Für einzelne Störungsbilder können zudem störungsspezifische Fragebögen zur Prä-Post Berechnung verwendet werden. Betreuung:  Frau Dr. Daniela Schwarz (schwarzd@uni-landau.de)

 

Erhebung der psychologischen Testdiagnostik in der deutschen Kinder- und Jugendpsychiatrie: Was hat sich seit 2000 getan?

Bölte und Kollegen befragten 2000 92 ambulante und stationäre kinder- und jugendpsychiatrische Einrichtungen zu deren Handhabe und Einschätzung testpsychologischer Verfahren. Eine vergleichbare Umfrage soll erneut durchgeführt werden. Zusätzlich wird das Augenmerk auf die prä-post Therapieerhebung gelegt.

Die Bachelorarbeit erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Pfalzinstitut – Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Klingenmünster. Betreuung: Frau Prof.Dr. Tina In-Albon (in-albon@uni-landau.de)

Bölte, S., Adam-Schwebe, S., Englert, E., Schmeck, K. & Poustka, F. (2000). Zur Praxis der psychologischen Testdiagnostik in der deutschen Kinder- und Jugendpsychiatrie: Ergebnisse einer Umfrage. Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, 28 (3), 151-161.

 

Überprüfung der Gütekriterien bei einem Angstfragebogen

In der Elternversion eines bestehenden Angstfragebogens sollen die Gütekriterien untersucht werden.

Die Betreuung übernimmt Frau Prof. Dr. In-Albon (in-albon@uni-landau.de).

 

Der Stundenbogen für Kinder

Das Ziel des Stundenbogens für Kinder ist ein Instrument zu etablieren, welches verlässlich ermöglicht, Psychotherapieprozessmerkmale beim Kind zu erfassen. Das Instrument dient zur kontinuierlichen Erfassung der Psychotherapiequalität und zur Abbildung des individuellen Therapieverlaufs anhand verschiedener Parameter wie zum Beispiel Beziehung zur Behandlungsperson, Problemaktualisierung und motivationale Bereitschaft. Der Fragebogen erlaubt somit die Qualitätssicherung im psychotherapeutischen Prozess wie auch die Identifikation von Schwierigkeiten und Ressourcen in der Kind-Therapeut/in Beziehung.

Der Stundenbogen wird bereits in einigen Ambulanzen eingesetzt. Ziel der Abschlussarbeit ist die Untersuchung des Stundenbogens und Zusammenhängen mit der Psychopathologie. Betreuung: Frau Prof.Dr. Tina In-Albon (in-albon@uni-landau.de).

Kinder von psychisch kranken oder suchtkranken Eltern

Lebensqualität

Kinder und Jugendliche psychisch kranker oder suchtkranker Eltern haben ein höheres Risiko selbst an einer psychischen Störung zu erkranken. Dies geht häufig auch mit einer Verschlechterung der Lebensqualität einher.

Ziel dieser Bachelorarbeit: Erstellung eines systematischen Review zur Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen aus Familien mit einem psychisch kranken oder suchtkranken Elternteil.

Betreuung: Kai Schneider (schneider-kai@uni-landau.de)

Feasibility im Rahmen von CHIMPS-NET

Diese Bachelorarbeit soll sich mit dem Forschungsprojekt CHIMPS-NET beschäftigen und ggf. Hemmschwellen beschreiben. Um bessere Einblicke in das Forschungsprojekt zu erhalten, wird ein 6-wöchiges Forschungspraktikum vorausgesetzt.

Infos zum Projekt: https://www.chimpsnet.org/

Betreuung: Kai Schneider (schneider-kai@uni-landau.de)