Masterarbeiten

Betreuung Masterarbeiten

 

Themen für Masterarbeiten werden im Masterkolloquium bzw. im Freien Workload Kinder und Jugendliche von Prof. Dr. In-Albon erarbeitet und orientieren sich an den Forschungsschwerpunkten der AE. Für die Betreuung einer Masterarbeit ist Voraussetzung, dass das Masterkolloquium ab dem 2. Semester besucht wird (als freier Workload oder freiwillig als Teil der Masterarbeit) um eine Fragestellung im Rahmen der Projekte zu entwickeln und durchzuführen.

Vorrang bei der Vergabe von Masterarbeiten haben zunächst die Studierenden des Klinischen Profils, welche auch das Aufbaumodul Psychotherapeutische Basiskomponenten M.E. (ab WS 14/15) bzw. M.N. (bis WS 14/15) besuchen.

 

Aktuell zu vergeben (16.09.2019) :

Facial Mimicry und Emotionserkennung bei Kindern- und Jugendlichen mit psychischen Störungen 

Die Fähigkeit, Emotionen differenziert wahrzunehmen, hat einen wichtigen Einfluss auf die Interpretation und die Interaktion in sozialen Situationen. In dieser experimentellen Studie beschäftigen wir uns mit Emotionserkennung sowie Facial Mimikry, der mimischen Nachahmung des emotionalen Gesichtsausdruckes des Interaktionspartners. Ziel der Studie ist die Untersuchung, ob es einen Unterschied in der Emotionserkennung sowie im Facial Mimikry zwischen Kindern  und Jugendlichen mit einer psychischen Störung und einer gesunden Kontrollgruppe bzw. ob es Unterschiede zwischen verschiedenen Störungsbildern gibt.

Den Kindern und Jugendlichen werden verschiedene dynamische emotionale Gesichtsausdrücke präsentiert, d.h. Videosequenzen bei denen sich ein neutraler Gesichtsausdruck in einen emotionalen Ausdruck verändert bzw. von einem emotionalen Gesichtsausdruck in einen anderen emotionalen Ausdruck. Die Teilnehmer werden gebeten, die wahrgenommenen Emotionen zuzuordnen sowie eine Valenzeinschätzung abzugeben. Währenddessen wird die Aktivität der Gesichtsmuskeln mittels Elektromyographie gemessen.

Die Betreuung erfolgt durch Simone Pfeiffer (pfeiffer-s@uni-landau.de)

 

Hemmschwellen zur Aufnahme einer Psychotherapie bei Jugendlichen

Diese Masterarbeiten widmen sich der Untersuchung von Hemmschwellen zur Aufnahme einer Psychotherapie bei psychischen Problemen und dem Hilfesuchverhalten von Jugendlichen.  Trotz hoher Prävalenzraten psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter zeigt sich ein geringes Inanspruchnahmeverhalten von Psychotherapie (Hintzepeter et al., 2014, Esser & Blank, 2011), obwohl bei den Betroffenen und deren Eltern oft ein hoher Leidensdruck besteht, die Lebensqualität abnimmt und Beeinträchtigungen bestehen. Eine frühe Versorgung von Kindern- und Jugendlichen mit psychischen Störungen kann hierbei das Risiko einer Chronifizierung sowie das Risiko komorbider Störungen verringert werden(Merikangas et al., 2010; Weisz et al., 1995; Woodward & Fergusson, 2001). Hemmschwellen für die Aufnahme einer Psychotherapie sind unter Anderem Selbststigmatisierung und Angst vor öffentlicher Stigmatisierung (z.B. Gulliver, Griffiths, & Christensen, 2010; Schomerus & Angermeyer, 2008). Kinder und Jugendliche sind bislang in der Erfassung von Hemmschwellen zur Inanspruchnahme von Psychotherapie unterrepräsentiert, insbesondere in klinischen Stichproben (Bluhm et al., 2014; Essau, 2005; McKeague et al., 2015; Moses, 2009). Darüber hinaus sind die Rolle des Geschlechts und der Einfluss der Einfluss der Eltern auf das Hilfesuchverhalten ihrer Kinder ist ungeklärt (Fallon & Bowles, 2001; Martin, Kim & Freyd, 2017).

Die Betreuung erfolgt durch Simone Pfeiffer (pfeiffer-s@uni-landau.de).

Thema 1: Erfassung von Hemmschwellen zur Aufnahme einer Psychotherapie bei Eltern von Kindern- und Jugendlichen mit psychischen Störungen.

Je jünger Kinder- und Jugendliche sind, desto mehr spielen Eltern eine tragende Rolle bezüglich der Inanspruchnahme von Psychotherapie im Falle von psychischen Problemen des Kindes. Die Erfassung der Hemmschwellen von Eltern bei der Inanspruchnahme von Psychotherapie stellt aktuell eine Forschungslücke dar. Diese Masterarbeit beinhaltet neben einer Erhebung die Erarbeitung eines Fragebogens zur Erfassung von Hemmschwellen bei Eltern. Hierbei kann aus vorhangegangenen Arbeiten zur Erfassung von Hemmschwellen zur Aufnahme einer Psychotherapie bei Jugendlichen aufgebaut werden.

Thema 2: Erfassung von tatsächlich erfahrenen öffentlicher Stigmatisierung bei Jugendlichen in psychotherapeutischer Behandlung.

Hierbei sollen in Anlehnung an den Forschungsergebnissen zur retrospektiven Erfassung von Hemmschwellen bei Jugenldichen in psychotherapeutischer Behandlung, die tatsächlich erfahrene öffentliche Stigmatisierung sowie Erfahrungen im Umgang mit den psychischen Störungen erfasst werden.

 

Wie können Anpassungsstörungen besser erfasst werden? - Anpassungsstörungen im Kindes- und Jugendalter

Die Diagnose Anpassungsstörungen wird in der klinischen Praxis sehr oft vergeben, aber es gibt dazu kaum Forschung, weshalb die Diagnose, Prävalenzraten und der Verlauf weitgehend unbekannt sind.

Sowohl für die Erfassung von Prävalenzraten als auch die Erfassung von Symptomen braucht es validierte diagnostische Verfahren.

Daher ist das Ziel dieses Projekts die Erstellung eines Fragebogens zu Anpassungsstörungen im Kindes- und Jugendalter und die Untersuchung der Gütekriterien dieses Instruments. 

Bewerbungen und Anfragen bitte an: in-albon@uni-landau.de

 

Welchen Einfluss hat eine Psychotherapie auf die Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen- Therapieerfolgsmaß Lebensqualität in der Kinder- und Jugendpsychotherapie

Die Psychotherapie ist bei vielen psychischen Störungen des Kindes- und Jugendalters wirksam, was sich bspw. bei den Angststörungen durch moderate bis hohe Effektstärken bezüglich der Reduktion des Vermeidungsverhaltens führt oder bei ADHS in einer Reduktion der Kernsymptome Hyperaktivität, Unaufmerksamkeit und Impulsivität. Vergleichsweise gering ist aber die Betrachtung des Therapieerfolgs anhand von Kriterien der Lebensqualität oder anderen Funktionsfähigkeiten im Leben der Kinder und deren Familien (z.B. Schule, Peers).

Ziel dieser Arbeit ist zunächst eine Literatursuche bei Therapiestudien durchzuführen, die als Therapieerfolgsmaße explizit diese Kriterien berücksichtigt haben und dann ggf. eine Meta-Analyse durchzuführen, inwieweit die Psychotherapie einen Effekt auf diese Bereiche hat. 

Bewerbungen und Anfragen bitte an: in-albon@uni-landau.de

 

Evaluation einer Präventionsbroschüre zum Thema Angststörungen für Jugendliche

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen im Jugendalter. Im deutschsprachigen Raum fehlen jedoch spezifische Informationsbroschüren für diese Altersgruppe. Deshalb wurde auf dem Hintergrund aktueller Forschungsergebnisse eine Informationsbroschüre für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren entwickelt. Sie liefert Informationen rund um das Thema Angst, gibt Tipps im Umgang mit Ängsten und klärt über Hilfeangebote auf.

In einer Expertenbefragung wurde die Vorversion der Broschüre bereits für geeignet befunden. In Anlehnung an die Kommentare der Experten wurde die Vorversion nochmals überarbeitet.

Als nächster Schritt ist nun zu prüfen, wie die Broschüre bei der jugendlichen Zielgruppe ankommt. Dazu soll anhand von Fragebögen die Akzeptanz und ein möglicher Wissenszuwachs untersucht werden. Dies kann durch ein Prä-Post-Design (Wissenstand vor und nach Lesen der Broschüre) erreicht werden. Zusätzlich kann mit Angstfragebögen erhoben werden, ob sich klinische von gesunden Stichproben unterscheiden.

 

Kognitive Faktoren bei NSSV

Kognitive Faktoren zur Entstehung und Aufrechterhaltung sollen untersucht werden. Bewerbungen und Anfragen bitte an: in-albon@uni-landau.de

 

Der Stundenbogen für Kinder

Das Ziel des Stundenbogens für Kinder ist ein Instrument zu etablieren, welches verlässlich ermöglicht, Psychotherapieprozessmerkmale beim Kind zu erfassen. Das Instrument dient zur kontinuierlichen Erfassung der Psychotherapiequalität und zur Abbildung des individuellen Therapieverlaufs anhand verschiedener Parameter wie zum Beispiel Beziehung zur Behandlungsperson, Problemaktualisierung und motivationale Bereitschaft. Der Fragebogen erlaubt somit die Qualitätssicherung im psychotherapeutischen Prozess wie auch die Identifikation von Schwierigkeiten und Ressourcen in der Kind-Therapeut/in Beziehung.

Der Stundenbogen wird bereits in einigen Ambulanzen eingesetzt. Ziel der Abschlussarbeit ist die Untersuchung des Stundenbogens und Zusammenhängen mit der Psychopathologie. Betreuung: Frau Prof. Dr. Tina In-Albon (in-albon@uni-landau.de).

 

Clinical Global Impression

Mit dem CGI liegt ein kurzes Verfahren zur Einschätzung des Schweregrads der psychischen Beeinträchtigung von Patientinnen vor (CGI-S). Des Weiteren ist der CGI-C ein Veränderungsmaß nach der Therapie, welches vom Patienten, Therapeuten und Bezugsperson ausgefüllt wird. Ziel der Arbeit ist die Untersuchung der Gütekriterien des CGI im Kindes- und Jugendalter. Betreuung: Frau Prof. Dr. Tina In-Albon (in-albon@uni-landau.de).

 

Kompetenzentwicklung und Selbstwert bei Psychotherapeuten in Ausbildung

Bisher gibt es sehr wenig Forschung im Bereich der therapeutischen Kompetenzentwicklung im Rahmen der Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. An unserem Institut beginnen jährlich 10-12 Therapeuten ihre Ausbildung. Ziel der Forschungsarbeit ist es die wahrgenommene Kompetenzentwicklung (Therapeutische Kompetenzen, therapeutischer Selbstwert), Einflussfaktoren auf therapeutische Kompetenzen (z.B. Interpersonelle Kompetenzen, Empathie, Emotionsregulation, Selbstreflexion) sowie die Arbeitszufriedenheit zu erfassen. Im Rahmen des Masterprojektes soll das finale Fragebogenpaket geplant werden und dann im Querschnitt an alle Ausbildungsteilnehmer unseres Institutes ausgegeben werden. Ziel daraus ist die Gestaltung einer längsschnittlichen Befragung mit der einmal jährlich alle unsere Ausbildungskandidaten befragt werden können, um Veränderungen im Rahmen der Ausbildung aufzeigen zu können. Betreuung:  Frau Dr. Daniela Schwarz (schwarzd@uni-landau.de).