Angststörungen

 

 

Angststörungen sind die häufigsten psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter, wobei im Durchschnitt etwa jedes zehnte Kind oder Jugendliche darunter leidet. Des Weiteren hat sich auch gezeigt, dass Angststörungen in der Kindheit nicht einfach „verschwinden“, sondern ernst genommen werden müssen, da sonst die Gefahr besteht, dass sie auch noch als Erwachsene unter Angststörungen oder auch an Depressionen leiden können.

Bei den Angststörungen wird unterschieden zwischen Spezifischen Phobien, Sozialer Angststörung, Störung mit Trennungsangst und Generalisierter Angststörung.

 

 

Spezifische Phobien

 

Spezifische Phobien bezeichnen die übermäßig starke Angst vor spezifischen Objekten oder Situationen. Im Kindesalter betreffen die meisten Phobien Tiere (Spinnen, Hunde, Schlangen), Dunkelheit, laute Geräusche (Gewitter), Spritzen, Verletzungen und Blut. Eine Phobie unterscheidet sich von einer für die Altersstufe normale Angst im Ausmaß, in der Dauer und vor allem im Leidensdruck. Spezifische Phobien werden unterteilt nach Angst vor Tieren (z.B. Spinnen, Hunde), Situationen (z.B. Höhen, Dunkelheit), vor einer bestimmten Umwelt (z.B. Gewitter, Sturm) oder Objekten (z.B. Spritzen, Blut, Verletzungen). Das gefürchtete Tier, Objekt, oder die Situation oder Umwelt wird vermieden oder nur unter großer Angst ertragen.

 

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Störung mit Trennungsangst

 

Kinder mit Trennungsangst haben eine übermäßig starke Angst in Erwartung oder unmittelbar bei einer Trennung von den Eltern oder anderen engen Bezugspersonen. Sie befürchten, den Eltern oder ihnen selbst könnte in solchen Situationen etwas Schlimmes zustossen, was sie dauerhaft voneinander trennen würde (z.B. Autounfall der Eltern, Entführung des Kindes). Situationen, wie alleine zu Hause bleiben, abends alleine, ohne Licht oder bei geschlossener Tür einschlafen, bei Freunden übernachten oder in den Kindergarten oder in die Schule zu gehen, werden häufig vermieden. In Verbindung mit Trennungssituationen kommt es meist zu einer stressreichen Zeit und das Kind kann eine gereizte, aggressive oder auch teilnahmslose Stimmung zeigen. So kann das Kind weinen, schreien, um sich schlagen oder sich an die Bezugsperson klammern, mit dem Ziel, die anstehende Trennung zu verhindern. Häufig treten auch körperliche Symptome wie Bauch- und Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen auf.

 

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Soziale Angststörung

 

Bei einer sozialen Angststörung haben Kinder und Jugendliche Angst vor sozialen Situationen, in denen sie von anderen bewertet werden oder sie sich blamieren könnten, z.B. vor einer Gruppe zu sprechen oder ans Telefon zu gehen. Dieses äußert sich häufig in einer großen Schüchternheit und Rückzug im Kontakt mit Gleichaltrigen.

 

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Generalisierte Angststörung

 

Kinder mit einer Generalisierten Angststörung machen sich übermäßig starke, nicht kontrollierbare und unbegründete Sorgen über verschiedene Situationen und Lebensbereiche. Sorgen über Kleinigkeiten wie Pünktlichkeit, gut genug in der Schule oder im Sport zu sein, sich richtig verhalten zu haben oder genug Freunde zu haben. Viele Kinder haben ein starkes Bedürfnis nach Rückmeldung und Rückversicherung von Eltern und Lehrer, die ihnen erklären sollen, ob und wie sie alltägliche Situationen bewältigen können. Charakteristisch für diese Angst ist auch das Auftreten körperlicher Symptome der Anspannung. So klagen diese Kinder häufig über Ein- und Durchschlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, Muskelverspannungen, Müdigkeit oder Reizbarkeit.

 

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Selektiver Mutismus

 

Hautmerkmal des Selektiven Mutismus ist die Unfähigkeit in bestimmten Situationen zu sprechen, wobei in anderen Situationen die Sprachfähigkeit besteht. Betroffene Kinder sind oft sehr schüchtern und ziehen sich aus sozialen Situationen zurück. Im gewohnten und meist familiären Umfeld sprechen sie normal, wobei hier oppositionelle, zwanghafte oder kontrollierende Verhaltensweisen auftreten können.

 

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Panikstörung

 

Unter einer Panikstörung versteht man plötzlich auftretende Angst- oder Panikanfälle, begleitet von starken körperlichen Symptomen wie z.B. Herzrasen, Schwindel, Übelkeit oder Atemnot. Betroffene machen sich deswegen große Sorgen und schränken in der Folge oft ihr alltägliches Verhalten ein. Panikattacken können auch im Kontext von anderen Angststörungen auftreten.

 

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Agoraphobie

 

Hauptmerkmal der Agoraphobie ist, dass Patienten übermäßige Angst haben, an Orten zu sein, von denen eine Flucht schwierig oder peinlich sein könnte oder in denen die wahrgenommene Möglichkeit Hilfe zu bekommen oder zu fliehen, niedrig ist (z.B. Menschenmengen, öffentliche Plätze).

 

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Prüfungsangst

 

Kinder und Jugendliche mit Prüfungsangst haben übermäßig große Angst in Prüfungssituationen und/oder während der Prüfungsvorbereitung. Merkmale der Prüfungsangst wie Konzentrationsschwierigkeiten und Lernblockaden sind meist schon Wochen vor der eigentlichen Prüfung beobachtbar und treten teilweise selbst nach dieser auf.

 

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