Televised Debates

Teilprojekt im Rahmen der German Longitudinal Election Studies

Projektleitung: Prof. Dr. Jürgen MaierProf. Dr. Michaela MaierProf. Dr. Thorsten FaasProf. Dr. Frank Brettschneider

Projektlaufzeiten: 2001-2003 / 2004-2005 / 2007-2008

Kurzbeschreibung

Das Projekt „Wahrnehmung und Wirkung der Fernsehdebatten im Bundestagswahlkampf 2009“ ist ein Modul im Rahmen der Deutschen Wahlstudie. Im Mittelpunkt steht die Analyse der Wahrnehmung und Wirkung von Fernsehdebatten als dem wichtigsten Wahlkampfereignis im Rahmen eines experimentellen Designs unter Einsatz von Real-Time-Response-Messungen. Insbesondere die Effekte auf die kognitive und politische Involvierung, die Wahrnehmung des Debattensiegers, auf Einstellungen zu Kandidaten und politischen Sachfragen, die Wahlbeteiligung und die Wahlabsicht werden analysiert. Die Datenerhebung erfolgte in mehreren Parallelstudien in Ost- und Westdeutschland sowie unter verschiedenen Versuchsbedingungen (Audio-Video-Split zur Analyse des Einflusses nonverbaler Kommunikation). Durch das Studiendesign ist es darüber hinaus möglich, zwischen direkten Debatteneffekten und den Einflüssen interpersonaler und massenmedialer Anschlusskommunikation zu trennen.

Im Einzelnen wird folgenden Fragestellungen nachgegangen:

  • Welchen Einfluss haben Fernsehdebatten auf individuelle politische Orientierungen und Verhaltensabsichten?
  • Wie werden die in den TV-Debatten angebotenen Wahlkampfinformationen verarbeitet, wie fließen diese Informationen in politische Orientierungen ein?
  • Welche Bedeutung hat die individuelle Anschlusskommunikation (interpersonale Kommunikation, Massenkommunikation) für die Stabilität von Debatteneffekten?
  • Wie verändert sich die Wirkung von TV-Debatten über die Zeit hinweg?