Lernslogan

Für:

Seminar und Vorlesung

Zweck:

Bessere Verankerung von wichtigen Prinzipien, Formeln o. Ä.

ANLEITUNG

Erarbeitete Themen werden in möglichst knapper Form bspw. als Werbesprüche, Eselsbrücken, Sprichwörter oder Reime zusammengefasst. Der Lernslogan sollte dabei möglichst einprägsam sein.

Teilen Sie dafür die Lernenden am Ende der Sitzung in Kleingruppen ein. Innerhalb der Gruppen sollen die Studierenden die wichtigsten Aspekte des Themas zusammenstellen und einen Slogan entwickeln. Die Ergebnisse werden dann im Plenum vorgestellt und die Vor- und Nachteile besprochen.

Lernslogans können auch als Aufgabe für das Selbststudium aufgegeben werden – dann vielleicht mit der Erklärung, dass sie in der nächsten Sitzung vorgestellt werden und dann jede/r etwas für die bestmögliche Vorbereitung auf die Prüfung mitnehmen kann.

Hintergrund

Abstrakte Inhalte lassen sich oft nur schwer merken. Die Studierenden lernen das dann oft stupide auswendig – und vergessen es nach der Prüfung sofort. Gibt es jedoch eine Eselsbrücke (wie „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag…“ für die Planeten oder „Geh du alter Esel Fische holen“ für den Quintenzirkel), bleiben auch abstrakte Inhalte sehr leicht für sehr lange Zeit im Gedächtnis.

Das liegt daran, dass Informationen im Gehirn in verschiedenen Systemen gespeichert werden können. In je mehr verschiedenen Gedächtnissystemen eine Information gespeichert wird, desto besser und länger kann sie wieder abgerufen werden. Informationen, die nur im semantischen Gedächtnis (dem Gedächtnis für abstrakte Informationen) gespeichert werden, werden dabei am schnellsten wieder vergessen, wenn sie nicht häufig benutzt werden. Weitaus robuster sind das episodische Gedächtnis (für Geschichten) oder der visuell-räumliche Notizblock (für Bilder und Strukturen).

KOSTEN

Zeitaufwand Vorbereitung:

keiner

Zeitaufwand in der Sitzung:

20-60 Minuten (je nach Gruppengröße, Organisationsform und Ihrer Bereitschaft, dafür Zeit zu investieren)

NUTZEN

Die Lernenden üben durch die Umwandlung des Stoffes in Slogans, einen Sachverhalt möglichst knapp und präzise darzustellen. Zudem fördert die Methode das Behalten von Gelerntem durch die Übertragung in Gedächtnishilfen. Dabei kommt es nicht alleine auf die gefundenen Slogans an, sondern vielmehr auf die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema bei der Suche.

LITERATUR

Macke, Gerd, Ulrike Hanke & Pauline Viehmann. 2012. Hochschuldidaktik. Lehren – vortragen – prüfen – beraten. 2. Aufl. Weinheim: Beltz.

Zum Herunterladen/Ausdrucken:

Methodenbeschreibung

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© Dr. Ina Mittelstädt, Lena Engels, Vera Scherrer – Universität Koblenz-Landau 2015