Strukturierte Promotion

Strukturiertes Qualifikationsprogramm für Doktorand/inn/en

Das Graduiertenkolleg bietet für Promovierende und Studierende in Masterstudiengängen, die eine Promotion anstreben, ein Qualifikationsprogramm an. Dieses besteht aus Pflicht- und Wahlveranstaltungen.

 

Da die Promovierenden entweder einen Masterabschluss in Psychologie oder Pädagogik haben können oder seit mehreren Jahren als Lehrer/innen an Schulen tätig waren, sind ihre Voraussetzungen sehr unterschiedlich. Ein Ziel des Programms ist daher, beide Gruppen zu fördern und anzunähern. Gleichzeitig gibt es in beiden Gruppen einen Bedarf an theoretischer, methodischer und forschungspraktischer Weiterbildung, z. B. hinsichtlich akademischen Englisch, komplexen Methoden oder wissenschaftlichem Publizieren.

 

Das Qualifikationsprogramm bietet daher sechs verschiedene Arten von Veranstaltungen an:

 

  1. Theoriekurse
    In diesen Kursen lernen die Promovierenden grundlegende Ideen der beteiligten Disziplinen kennen, die notwendig sind, um das gemeinsame theoretische Gerüst des Graduiertenkollegs zu verstehen. Dadurch können die einzelnen Projekte miteinander verknüpft werden und ein über das einzelne Projekt hinausgehender Ertrag der Forschung im Graduiertenkolleg für die wissenschaftliche Community erreicht werden.
  2. Methodenkurse
    In ihren Projekten wenden die Promovierenden unterschiedliche empirische Methoden an. Die Methodenkurse bieten ihnen die Möglichkeit, in großer Breite quantitative und qualitative Methoden, Designs und Ansätze kennen zu lernen. Dadurch haben sie ein fundamentales Verständnis dieser Methoden und können sie gezielt für ihre Forschungsfragen auswählen, entsprechend vertiefen und anwenden. Darüber hinaus ermöglicht es ihnen, Studien hinsichtlich der Methodik kritisch zu beurteilen.
  3. Forschungsworkshops
    Die Promovierenden lernen in Forschungsworkshops ihre Studien zur Präsentation vorzubereiten, sie zu präsentieren und mit einem wissenschaftlichen Publikum zu diskutieren. Sie arbeiten gemeinsam mit den anderen Promovierenden und Betreuer/inne/n an ihren Ideen und Problemen. Als Ergebnis ist ihre Arbeit ein Beispiel für gelebte Interdisziplinarität innerhalb der Bildungswissenschaften. Zudem wird der theoretische Rahmen des Graduiertenkollegs bei diesen Gelegenheiten weiterentwickelt.
  4. Unterstützungsangebote
    Besonders in der ersten Phase der Promotion haben Promovierende oft mit technischen Fragen oder Problemen des wissenschaftlichen Arbeitens zu kämpfen. Eine Reihe kleiner Workshops, Seminare und Angebote helfen ihnen bei diesen Themen, etwa die Handhabung von Zitationssoftware oder akademischen Englisch. In späteren Phasen finden Karriereberatung, Unterstützung bei Publikationen oder der Einwerbung von Drittmitteln statt.
  5. Vertiefungsangebote zur Synchronisierung individueller Lernvoraussetzungen
    Da alle Promovierenden mit unterschiedlichen Voraussetzungen hinsichtlich ihrer Methodenkenntnis, des theoretischen Wissens oder praktischer Erfahrung starten, gibt es verschiedene Angebote, diese Voraussetzungen auszugleichen, z. B. ein Schulpraktikum für Psycholog/inn/en und Pädagog/inn/en oder gesonderte Methoden-Grundkurse für Lehrkräfte. Durch diese Synchronisation wird die Zusammenarbeit zwischen den Promovierenden erleichtert und ein Verständnis für unterschiedliche Perspektiven auf Forschung eröffnet.
  6. Ringvorlesung und Mittagskolloquium
    Durch die Einladung bekannter Wissenschaftler/innen erhalten die Promovierenden die Chance, von diesen zu lernen und mit ihnen zu diskutieren. Die Promovierenden und ihre Betreuer/innen treffen sich zum Mittagskolloquium, um aktuelle wissenschaftliche Themen, die innerhalb und außerhalb des Graduiertenkollegs erforscht werden, zu diskutieren.