Forschungsschwerpunkt

der Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz an der Universität Koblenz-Landau

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Portrait

Die kulturellen Tatsachen des Handelns, der Sprache, des Körpers und der gesellschaftlichen Ausdifferenzierung sowie Pluralisierung weisen eine innere Spannung zwischen faktischer Vorgegebenheit und normativem Anspruch auf, die sowohl die gesellschaftliche als auch die wissenschaftliche Diskussion herausfordert. Als Beispiele können die aktuellen Diskussionen um die Beschneidung, die Frage nach der Normierung von Sprache oder der Umgang mit Prozessen der gesellschaftlichen Ausdifferenzierung genannt werden. In all diesen Fällen finden Transformationsprozesse statt, die durch das Auseinandertreten oder auch Aufeinandertreffen von sozialen Vorgegebenheiten und Normativitätsansprüchen gekennzeichnet sind. Das Forschungsprojekt beschreibt diese Phänomene als Dimensionen der kulturellen Entwicklung und greift das angedeutete Spannungsfeld mit dem systematischen Ziel auf, die wissenschaftliche Theoriebildung in den beteiligten Disziplinen kooperativ weiterzuentwickeln und die gewonnenen Einsichten auch in die aktuellen gesellschaftlichen Debatten offensiv einzubringen. In diesem Sinne werden paradigmatische Fragestellungen der kulturellen Selbstverständigung (wie beispielsweise Ritualisierung und Identität, Bildung und Orientierung oder Sprache und Normierung) identifiziert, um sie in der interdisziplinären Diskussion zwischen Pädagogik, Philosophie, Theologie, Kulturwissenschaft sowie Literatur- und Sprachwissenschaft systematisch zu entfalten. Damit soll insbesondere ein adäquates Verständnis der normativen Dimension kultureller Erfahrung gewonnen und disziplinübergreifend konzeptualisiert werden.

 

 

 

 

 

 

 

Für eine Darstellung des Flyers zur Forschungsinitiative im PDF Format klicken Sie bitte auf das Plakat.

 

 

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Aktuelle Veranstaltungen
05.11.2018

Call for Papers: Workshop "Ökonomische Ordnungen und Normierungen in Literatur und Film"

Koblenz
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13.12.2018

Call for Papers: Winter School "Prekäre Verbindlichkeiten. Normierungen, ihre Überschreitungen und die kommunikative Vermittlung von Abweichungen"

Die Winter School 2018 des Forschungsschwerpunktes nimmt sich in diesem Jahr unter der Ägide des Cluster I der Konstruktion, Legitimation und Prekarisierung gesellschaftlicher Verbindlichkeiten an. Während 3 Tagen verhandeln Expertinnen und Experten unterschiedlicher Disziplinen ein gesellschaftspolitisch äußerst aktuelles Thema und laden zur kritischen Debatte ein.
Kurhaus Trifels, Annweiler
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Weitere Termine

Meldungen:

Ankündigung: Workshops zum Thema "Transgressionen. Grenzüberschreitende Orientierungen und Normierungen in der kulturellen Öffentlichkeit"

Unter dem Dachkonzept „Transgressionen. Grenzüberschreitende Orientierungen und Normierungen in der kulturellen Öffentlichkeit“ veranstaltet das Cluster III (Neuhaus/Schaffers) in diesem Jahr 5 Workshops, die von DoktorandInnen und HabilitandInnen konzipiert wurden. Die Workshops widmen sich der Frage, inwiefern spezifische Themenbereiche in verschiedenen künstlerischen Medien einem kulturellen Normierungsprozess unterliegen. Weitere Informationen finden Sie hier [PDF].

 

Kooperation mit der "Groupe de recherche sur la Culture de Weimar"

Der Forschungsschwerpunkt "Kulturelle Orientierung und normative Bindung" und die "Groupe de recherche sur la Culture de Weimar" (Maison des sciences de l'homme, Paris) kooperieren seit 2017 in Forschung und Nachwuchsförderung.

Eine erste Veranstaltung fand im Januar 2018 in Paris zum Thema "Formen ziviler und politischer Repräsentation" statt. Einen Bericht hierzu finden Sie hier, weitere Veranstaltungen finden im Januar und Juni 2019 statt.

 

Nominierung Jürgen Goldsteins für den Bayerischen Buchpreis in der Kategorie Sachbuch:

Blau. Eine Wunderkammer seiner Bedeutungen (Matthes & Seitz)

 

Neuerscheinung 2017:

Matthias Jung

Symbolische Verkörperung (Mohr Siebeck)

 

Zielvereinbarung für Forschungsinitiative bis 2018 unterzeichnet

Am 11.07.2017 wurden die neuen Zielvereinbarungen zur Fortsetzung der Forschungsinitiative bis 2018 von den Präsidenten der Hochschulen und Wissenschaftsminister Konrad Wolf unterzeichnet.

 

 

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Materialien:

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