Prof. Dr. Jürgen Raab

Professor
Sprechstunde: Aufgrund der Freistellung für besondere Forschungsvorhaben im Wintersemester 2018/19 finden Sprechstunden nur nach Absprache statt
Postanschrift:
Institut für Sozialwissenschaften, FB 6
Abteilung Soziologie
Fortstraße 7
76829 Landau
Deutschland

 

 

 

Herausgeberschaft

 

 

ZQF Logo

ZQF – Zeitschrift für Qualitative Forschung

 

Die ZQF ist ein interdisziplinäres Publikationsorgan für die Methodenentwicklung und Methodendiskussion innerhalb der qualitativen Forschung. Hierfür begleitet sie die Ausbreitung und Ausdifferenzierung interpretativer und rekonstruktiver Forschungszugänge in den  Sozial-, Geistes- und Gesundheitswissenschaften. Die Zeitschrift begreift sich selbst als Produkt dieser Entwicklungen und Diskussionen, was sich in der Ausweitung der methodischen Zugänge und des inhaltlichen Spektrums ebenso niederschlägt, wie in den wechselnden thematischen Schwerpunkten und disziplinären Perspektiven sowie nicht zuletzt im Wandel der sie tragenden Akteure. 

Vorschläge für Themenschwerpunkte und Anregungen zu Debatten sind uns genauso willkommen, wie Beiträge zum Freien Teil, die sich mit theoretischen, methodologischen und methodischen Aspekte der qualitativen Forschung auseinandersetzen oder die Resultate methodisch herausfordernder, nicht standardisierter Studien aus allen Bereichen der Sozial-, Geistes- und Gesundheitswissenschaften vorstellen. Alle Beitragsvorschläge durchlaufen ein zweifaches, anonymes Peer-Review-Verfahren.

Weitere Informationen unter: zqf.budrich-journals.de.

 

Aktuelle Publikationen

 

Materiale Visuelle Soziologie

Roswitha Breckner & Jürgen Raab (Hrsg.)

ZQF – Zeitschrift für Qualitative Forschung, Schwerpunkt 1+2/2016

Die Visuelle Soziologie lässt sich kaum mehr darauf reduzieren, nur ein eng gefasster, modisch-transitiver, spezialthematischer Ausschnitt an der Peripherie der Sozialwissenschaften zu sein, oder bestenfalls eine Teildisziplin innerhalb der Allgemeinen Soziologie. Vielmehr hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass für das (Selbst-)Verständnis sich modernisierender Gesellschaften – neben dem sprach-, schrift- und textbasierten kommunikativen Handeln – den visuellen Konstitutions- und Konstruktionsprozessen von gesellschaftlichem Wissen und von sozio-historischen Wirklichkeiten in ihrer ganzen Breite und Tiefe nachzugehen ist. Die Beiträge des Schwerpunktheftes zeigen auf, dass und vor allem wie Fokussierungen oder Blickwechsel auf bildliche Phänomene und bildmediale Wirklichkeitskonstruktionen andere methodische Zugänge einfordern, über die sich neue Einsichten zu virulenten gesellschaftlichen, kulturellen und historischen Themen und Problemen eröffnen.

 

Wissensforschung – Forschungswissen 
Beiträge und Debatten zum 1. Sektionskongress der Wissenssoziologie

Jürgen Raab & Reiner Keller  (Hrsg.)

Beltz Juventa, Weinheim/Basel  2016

Geschichte, Theorie, Methodologie und Methoden der Wissenssoziologie, Schrumpfköpfe, Imaginäres, Subjekte, Visuelles, Kommunikationen, Interaktionen, Metaphorik, ExpertInnen, Wissenskulturen, Gedächtnis, Diskurse, Sinnlichkeiten und vieles andere mehr – darüber diskutierten mehr als 100 Vortragende im Oktober 2015 auf dem 1. Sektionskongress der Sektion Wissenssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie an der Universität Koblenz-Landau. Der Band präsentiert die Beiträge des Kongresses »Wissensforschung – Forschungswissen« und bietet damit einen umfassenden Einblick in die wissenssoziologische Forschung im deutschsprachigen Raum.

 

Cover Grenzen der Bildinterpretation

Grenzen der Bildinterpretation

Michael R. Müller, Jürgen Raab & Hans-Georg Soeffner (Hrsg.)

Springer VS, Wiesbaden 2014

Für die visuelle Kommunikation und für das bildmedial vermittelte Wissen gilt wie für jegliche menschliche Kommunikation und wie für jedes historisch-gesellschaftliche Wissen: Wer kommuniziert und Wissen hervorbringt, weitergibt und deutet, trifft auf die Dialektik von Wissen und Nichtwissen, von Eindeutigkeit und Mehrdeutigkeit, von Evidenz und Täuschung. Die Beiträge des Bandes erörtern diese komplexen Ambivalenzen des Wissens. Sie stellen sich den spezifischen Herausforderungen der Analyse ikonischer Kommunikation und ikonischen Wissens und sondieren in theologischer, kunsthistorischer, medienwissenschaftlicher und wissenssoziologischer Perspektive die methodologischen Probleme und methodischen Grenzen der Bildinterpretation.

 

Cover Goffman

Erving Goffman
Klassiker der Wissenssoziologie, 2. Auflage

Jürgen Raab

UVK, Konstanz 2014

Diese erste deutschsprachige Einführung zu Erving Goffman (1922–1982) unterstreicht dessen zentrale Bedeutung als Theoretiker: Seine Bücher zählen zu den meistgelesenen soziologischen Werken überhaupt. Sie umfassen ein weit ausgreifendes Themenspektrum, das sich von der Selbstdarstellung im Alltag, dem Überleben in totalen Institutionen, der Bewältigung von Stigmata, dem Verhalten auf öffentlichen Plätzen bis hin zur Analyse von Redeweisen als kommunikative Formen erstreckt.
Goffmans Arbeiten haben die Soziologie in nachhaltiger Weise angeregt und beeinflusst. Die Potenziale seines Werkes sind trotz seiner außerordentlichen Popularität bislang nicht annähernd erschöpfend genutzt. Erschwert wird die Rezeption vor allem durch die Doppelbödigkeit seiner Schriften selbst. Jürgen Raab eröffnet hier einen Zugang, der den Blick auf die tiefgründigeren Schichten von Goffmans Werk freilegt und damit neue Impulse für die soziologische Forschung und Theorie setzt. 
Das Buch ist mittlerweile zu einem viel rezipierten Referenzwerk geworden. Die zweite Auflage erweitert den Band um ein Kapitel, das Goffmans methodologische Grundhaltung und seine methodischen Zugangsweisen darlegt.

 

 

 

Landauer Soziologie

Kolloquium