Systemakkreditierung

 

Die Universität Koblenz-Landau bereitet die Systemakkreditierung vor. Ziel ist die Einrichtung eines nachhaltigen, universitätsweiten Qualitätsmanagementsystems in Studium und Lehre, das die Universität in die Lage versetzt, ihre Studiengänge selbstständig zu akkreditieren.

Was ändert sich?

An die Stelle bisheriger Programmakkreditierungen durch externe Agenturen treten die Verfahren des internen Qualitätssicherungsverfahrens, dass die Universität entwickelt. Dazu leistet die Stabsstelle für Qualitätssicherung und -entwicklung in Studium und Lehre eine Unterstützungsfunktion durch die Datenaufbereitung für einen Studiengangsberichts, den die Fächer für ihr Studienfach abschließend ergänzen. Eine fachwissenschaftliche Begutachtung durch externe Gutachter findet weiterhin statt.

Weiterhin werden interne Akkreditierungskommissionen durch den Senat ernannt, die die abschließende Stellungnahme und Beschlussfassung zur Akkreditierung bzw. Re-Akkreditierung des Studiengangs auf der Grundlage der formalen Prüfung durch die Stabsstelle und den Gutachten vornimmt.

Neuer Studienakkreditierungsstaatsvertrag ab 2018

In seiner Entscheidung vom 17. Februar 2016 hat das Bundesverfassungsgerichts das Fehlen einer gesetzlichen Grundlage für die Akkreditierung von Studiengängen durch externe Agenturen moniert, jedoch zugleich die Berechtigung von Maßnahmen der Qualitätssicherung und Akkreditierung im Kontext von Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG betont, sofern eine gesetzliche Grundlage dafür besteht.  Durch den Staatsvertrag über die Organisation eines gemeinsamen Akkreditierungssystems zur Qualitätssicherung in Studium und Lehre an deutschen Hochschulen (Studienakkreditierungsstaatsvertrag) sowie die Musterrechtsverordnung gemäß Art. 4 Abs. 1 – 4 Studienakkreditierungsstaatsvertrag, welche noch in den Landeshochschulgesetzen zu verankern ist, hat die Kultusministerkonferenz eine verfassungskonforme Grundlage geschaffen.

Die Stabsstelle hat hierzu eine Handreichung "Ausführung zum neuen Akkreditierungssystem ab 2018" verfasst.

Ablauf der Systemakkreditierung

Zur Vorbereitung der Systemakkreditierung entwickelt die Universität die Verfahren und Instrumente eines internen Qualitätsicherungskonzepts. Die Verfahren und Instrumente werden anhand von Probeakkreditierungen (Pilotierungen) an Studiengängen durchgeführt, deren Ablauf und Erkenntnisse Teilgrundlage der Systemakkreditierung sind.

Die Agentur, die die Systemakkreditierung durchführen wird, wurde 2017 in einem Auswahlverfahren ausgewält. Die Entscheidung ist zugunsten der Zentralen Evaluations- und Akkreditieurngsagenur (ZEvA) gefallen.

Die Systemakkreditierung wird von einer Akkreditierungsagentur nach den Vorgaben des Akkreditierungsrats durchgeführt. Das Verfahren besteht im wesentlichen aus folgenden Schritten:

Vorbereitung (mit Pilotierungsverfahren) 2016-18
Auswahl einer Agentur 2017
ein vorbereitendes Gespräch mit der Agentur 2018
Vorprüfung der eingereichten Unterlagen durch die Agentur 2019
Antragstellung 2019
Auswahl der Gutachter 2019
Durchführung des Begutachtungsverfahrens mit zwei Begehungen und Stichproben 2019-20
Abschluss des Verfahrens und Verleihung der Akkreditierungsurkunde für acht Jahre 2020