Serviceseite der Zentralen Stelle für Studiengangsentwicklung (ZeSST)

Entwicklung und Weiterentwicklung von Studiengängen

Im laufenden Studienbetrieb stellt sich manchmal heraus, dass Änderungen an bestehenden Studiengängen notwendig sind. Diese können Modulbeschreibungen, die Prüfungsordnung und die Kapazitätsberechnung betreffen und, wenn es sich um wesentliche Änderungen am Konzept oder am Profil eines Studiengangs handelt, sogar eine erneute Akkreditierung bedingen. Daneben ergibt sich manchmal der Bedarf, einen neuen Studiengang einzuführen oder einen alten aufzuheben.

Ansprechpartner

Ansprechpartner ist in solchen Fragen die Zentrale Stelle für Studiengangsentwicklung (ZeSSt). Die ZeSSt koordiniert Prozesse zur Änderung, Einführung und Aufhebung von Studiengängen. Als Basis fungiert jeweils ein Eckpunktepapier, in dem die Antragsteller wesentliche Informationen zu ihrem Änderungs-, Aufhebungs- oder Einführungsvorhaben darlegen. Die darin enthaltenen Angaben dienen der Planung des jeweiligen Prozesses und werden bei Gremienentscheidungen zur Information zur Verfügung gestellt.

Vorlagen für das Eckpunktepapier und ggf. weitere erforderliche Unterlagen finden Sie bei den jeweiligen Prozessen unter "Instrumente und Dokumente".

Hilfestellungen für die Entwicklung und Weiterentwicklung von Studiengängen

Möchten Sie Änderungen an einem Studiengang vornehmen oder einen Studiengang entwickeln, so finden Sie hier bereits einige erste Hilfestellungen. Die Arbeitshilfe "Wie und wann kann ich die Modulbeschreibung ändern?" bietet eine erste Orientierung, welche Wechselwirkungen zwischen dem Modulhandbuch, der Prüfungsordnung und der Kapazitätsberechnung eines Studiengangs bestehen. Die formalen Rahmenvorgaben für die Gestaltung von Bachelor- und Masterstudiengängen geben darüber hinaus eine Hilfestellung, welche Maßgaben bei der Gestaltung von Studiengängen zu beachten sind.

Schließlich können Sie auch die Beratungsangebote der Hochschuldidaktischen Arbeitsstelle wahrnehmen. Hinzuweisen ist insbesondere auf den Leitfaden für die Formulierung von Qualifikationszielen.

Untenstehend können Sie sich zudem über das konkrete Vorgehen und die erforderlichen Unterlagen bei Änderungen, Einführungen und Aufhebungen von Studiengängen informieren. Bei weiteren Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen der ZeSSt gerne jederzeit zur Verfügung.

Kontakt:

zesst at uni-koblenz-landau.de
+49 (0)6131 37460-602

 

Einen Studiengang ändern

Stellt sich im Laufe des Studienbetriebs heraus, dass Änderungen eines Studiengangs notwendig sind, so können sich je nach Art der Änderung unterschiedliche Änderungsprozesse ergeben bis hin zur Notwendigkeit einer anschließenden, erneuten Akrreditierung. Einen Überblick darüber, welche Änderung welche Prozessschritte und welche Prozessdauer bedingt, finden Sie in den Vorgaben für den Prozessverlauf bei Studiengangsänderungen.

Planen Sie Änderungen an einem Studiengang, so können Sie diese bei der ZeSSt anzeigen. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Planung bitte, dass hierbei der den Studiengang anbietende Fachbereich sowie ggf. weitere beteiligte Instanzen in das Änderungsvorhaben zu involvieren sind. Dies können sein:

  • Leitende anderer Studiengänge bei polyvalenter Nutzung von Studiengangsinhalten
  • Zentrale Einrichtungen, deren Angebote Sie nutzen (z.B. KSB für Schlüsselkompetenzen)
  • Weitere interne oder externe Kooperationspartner (z.B. Vertragspartner anderer Hochschulen)
  • Zentren für Lehrerbildung
  • gemeinsamer Ausschuss Zwei-Fach-Bachelor

Berücksichtigen Sie für Ihre Planung bitte auch die in der Handreichung zum Prozess Einführung und Änderung von Studiengängen dargelegten Dauern für Änderungsprozesse. Spätestens sechs Monate vor Beginn der Akkreditierung eines Studiengangs kann ein Änderungswunsch bei der ZeSSt noch angezeigt werden. Die ZeSSt informiert Sie etwa ein Jahr vorher über diese Möglichkeit. Eine Übersicht, wann welche Studiengänge akkreditiert werden, finden Sie in der Zeitplanung der internen Akkreditierungsverfahren 2017-2023.

Für einen Änderungswunsch sind zunächst folgende Unterlagen bei der ZeSSt einzureichen:

Eckpunktepapier Studiengangsänderung

Stellungnahme des Fachbereichsrats zum Eckpunktepapier

Stellungnahme ggf. beteiligter oder von den Änderungen betroffener Instanzen zum Eckpunktepapier

Die ZeSSt prüft auf Basis Ihrer Angaben, welcher Art die geplante Änderung ist und legt daraufhin fallspezifisch die weiteren Schritte fest. Den Ablauf von Änderungsprozessen finden Sie dargestellt in der Handreichung "Einführung und Änderung von Studiengängen".

 

Einen neuen Studiengang entwickeln und einführen

Das Vorhaben eines neuen Studiengangs ist noch vor der Ausarbeitung eines Konzepts bei der ZeSSt anzuzeigen. Schicken Sie uns dazu per E-Mail die Anzeige des Vorhabens und fügen Sie Basisinformationen zur Studiengangsinitiative an. Beachten Sie bitte, dass für die Einführung eines Studiengangs ein großer zeitlicher Vorlauf einzukalkulieren ist. Wie auch bei Änderungen eines Studiengangs sind der anbietende Fachbereich und ggf. zu beteiligende Instanzen frühzeitig in das Vorhaben zu involvieren.

Folgende Unterlagen sind zunächst bei der ZeSSt einzureichen:

Eckpunktepapier zur Einführung von Studiengängen (nach vorheriger Absprache mit ZeSSt)

Stellungnahme des Fachbereichsrats zum Eckpunktepapier

Stellungnahme ggf. beteiligter oder von den Änderungen betroffener Instanzen (für Beispiele siehe Änderungen von Studiengängen, Planung) zum Eckpunktepapier

Basisinformationen zum geplanten Studiengang

Die ZeSSt legt nach Einreichung des Eckpunktepapiers die weiteren Prozessschritte fest. Vor der detaillierten Ausarbeitung der Studiengangsunterlagen müssen zunächst die Hochschulleitung und der Senat dem Vorhaben zustimmen. Nähere Informationen zum Prozessablauf bietet Ihnen die Handreichung zur Einführung von Studiengängen.

Einen Studiengang aufheben

Die Initiative zur Aufhebung eines Studiengangs kann von verschiedenen Seiten ausgehen. Bei der Planung sind im Vorfeld alle am Studiengang ggf. beteiligten Instanzen (für Beispiele siehe Änderungen von Studiengängen, Planung) in das Vorhaben zu involvieren.

Beachten Sie bitte für Ihre zeitliche Planung, dass spätestens zum 30. November des Jahres vor dem Studienjahr der geplanten Aufhebung ein Senatsbeschluss zur Aufhebung vorliegen muss. Daraus ergibt sich, je nach Dauer der vorab nötigen Abstimmungen und Prüfungen, eine Verfahrensdauer von mindestens 18 Monaten.

Folgende Unterlagen sind zunächst bei der ZeSSt einzureichen:

Eckpunktepapier für die Aufhebung von Studiengängen

Stellungnahme des Fachbereichs zum Eckpunktepapier

Stellungnahme ggf. beteiligter oder von den Änderungen betroffener Instanzen (für Beispiele siehe Änderungen von Studiengängen, Planung) zum Eckpunktepapier

Nach der Anmeldung bei der ZeSSt wird zunächst eine Kapazitätsberechnung zu den Auswirkungen der Aufhebung erstellt und der Hochschulleitung zur Entscheidung vorgelegt. Die weiteren Verfahrensschritte werden von der ZeSSt festgelegt. Eine Orientierung über den weiteren möglichen Ablauf bietet Ihnen die Handreichung zum Verfahren zur Aufhebung von Studiengängen.

Eckpunktepapier Aufhebung von Studiengängen

Verfahren zur Aufhebung von Studiengängen

siehe auch unter "Hilfestellungen für die Entwicklung und Weiterentwicklung von Studiengängen"

 

Kooperationsverträge, die Studium und Lehre betreffen

Kooperationen, die Studium und Lehre betreffen, können verschiedene Arten der Zusammenarbeit umfassen:
- Kooperationen mit inländischen Hochschulen oder anderen Einrichtungen
- Kooperationen mit ausländischen Hochschulen oder anderen Einrichtungen

Im Gegensatz zu einer allgemeinen Rahmenvereinbarung (memorandum of understanding), in der grundsätzlich der gegenseitige Wille zur Zusammenarbeit festgehalten wird, beziehen sich Kooperationsverträge, die Studium und Lehre betreffen, meist nur auf einen bestimmten Studiengang. Der Vertrag dient dazu, spezifische Regelungen zu z.B. Zusammenarbeit, Studierendenaustausch oder Anerkennung von Leistungen oder Abschlüssen festzuhalten.
Am häufigsten werden so sogenannte „integrierte Dual Degree"-Verträge mit ausländischen Hochschulen abgeschlossen.
Nähere Informationen zu Kooperationen mit ausländischen Hochschulen erhalten Sie auch bei Ref. 13.

Wenn Sie den Abschluss eines Kooperationsvertrags (Studium und Lehre betreffend) planen, erfolgt in einem ersten Schritt die Vorbereitung und Abstimmung des Vorhabens im Fachbereich.

Liegt noch kein geprüftes Konzeptpapier für Kooperationen vor, so ist zunächst auf einem Konzeptpapier das neue Vorhaben darzulegen. Die ZeSSt prüft auf dieser Basis, ob die geplante Kooperation eine Änderung des unsererseits beteiligten Studiengangs bedingt. Falls dies der Fall ist, durchläuft der Vorgang zunächst den Prozess zur Änderung von Studiengängen (siehe oben).

Nach Abschluss dieser Prüfung und ggf. notwendiger Änderungen kann das Eckpunktepapier eingereicht werden, Die ZeSSt prüft daraufhin das neue Kooperationsvorhaben und teilt Ihnen den weiteren Ablauf mit.

Einzureichen sind:

ggf. Konzeptpapier (falls noch nicht vorhanden)

Eckpunktepapier zum Abschluss eines Dual-Degree-Abkommens

Stellungnahme des Fachbereichsrats zum Eckpunktepapier

Stellungnahme ggf. beteiligter oder betroffener Instanzen (für Beispiele siehe Änderungen von Studiengängen, Planung) zum Eckpunktepapier

Nach Einreichung des Eckpunktepapiers teilt Ihnen die ZeSSt das weitere Vorgehen mit. Im Wesentlichen wird der Vertragsentwurf auf Basis der Vertragsvorlage erarbeitet. Die im Vertrag dargelegten Anerkennungsregelungen sowie Vereinbarungen werden geprüft. Näheres zum Ablauf finden Sie in der Handreichung Abschluss eines Dual-Degree-Abkommens an der Universität Koblenz-Landau.