Brückenmaßnahme Koblenz

Brückenmaßnahme "Bildung und Beratung (B3)" Koblenz


Mit dem Projekt „Brückenmaßnahme Bildung und Beratung (B3)“ qualifiziert die Forschungsstelle Wissenstransfer an der Universität Koblenz-Landau zugewanderte Akademikerinnen, die in ihrem Heimatland Geistes- oder Sozialwissenschaften studiert haben und ihren Beruf in Deutschland nicht ausüben können. Innerhalb eines Jahres werden sie darauf vorbereitet, als Beraterinnen im Bereich Bildung und Soziales tätig zu sein.

Die Brückenmaßnahme Bildung und Beratung (B3) wird vom Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz gefördert. Kooperationspartner sind die Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen, das Jobcenter Koblenz, das Ada-Lovelace-Projekt Koblenz, das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung Mainz, die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz sowie das IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz.

Bewerbungen werden bis zum 23. August 2020 per Mail an bruecke@uni-koblenz.de entgegengenommen.

Die Inhalte der Qualifizierung

  • Kontaktstudium „Bildungsberatung und Kompetenzentwicklung"
  • Deutsch-Intensivkurs mit dem Ziel des Erreichens der Niveaustufe C1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER)
  • Vermittlung eines Hospitations- oder Praktikumsplatzes im Bereich Bildung, Beratung und Soziale Arbeit
  • Individuelle Begleitung und Berufscoaching
  • Familienfreundliche Kurszeiten am Vormittag und außerhalb der Schulferien

Das Qualifizierungsangebot umfasst einen Zeitraum von 12 Monaten und ist
für die Teilnehmerinnen kostenfrei.

Teilnahmevoraussetzungen

  • Die Teilnehmerinnen haben Interesse an dem Berufsfeld der Beratung im Bereich Bildung und Soziales.
  • Sie haben im Ausland Pädagogik, Erziehungswissenschaften, Soziologie, Sozialarbeit, Psychologie oder ein anderes Fach der Geistes- oder Sozialwissenschaften studiert oder als Lehrerin gearbeitet.
  • Die Teilnehmerinnen waren beruflich oder ehrenamtlich im Bereich Bildung, Beratung oder Soziale Arbeit tätig.
  • Sie sprechen Deutsch auf dem Niveau B2 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER).
  • Sie sind derzeit nicht berufstätig oder nicht in ihrem eigentlichen Beruf beschäftigt.
  • Sie wohnen in Koblenz oder Umgebung.

Ablauf und Inhalt

Programmlaufzeit

Von September 2020 bis Juli 2021

Unterrichtsort

Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz

Qualifizierungselemente

Intensivkurs Deutsch | Abschlussziel Niveaustufe C1, GER

 September 2020 bis April 2021

Weiterbildung „Bildungsberatung und Kompetenzentwicklung"

November 2020 bis April 2021

Praktikum oder Hospitation

Individuell im Zeitraum von Mai bis Juli 2021

Berufscoaching

Individuelle Begleitung und Beratung

Über die gesamte Programmlaufzeit von September 2020 bis Juli 2021.

Ziel des Projektes

Viele qualifizierte Frauen mit Migrationshintergrund, die in ihrem Heimatland studiert oder einen akademischen Abschluss erworben haben, können in Deutschland nicht qualifikationsadäquat arbeiten. Häufig kann ihr ausländischer Berufsabschluss nicht anerkannt werden oder es fällt ihnen schwer, sich selbstständig auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu orientieren. Somit liegt großes Potenzial brach, denn die beruflichen, interkulturellen und sprachlichen Kompetenzen dieser Frauen sind auf dem Arbeitsmarkt von großem Wert.

Die bereits vorhandenen Kompetenzen der Frauen aus vorherigen Ausbildungen, Erfahrungen und Tätigkeiten werden systematisch erhoben und als Grundlage für ihre Weiterbildung und Berufsorientierung genutzt. Die Teilnehmerinnen der Maßnahme werden für die Arbeit als Beraterinnen im pädagogischen, psychologischen oder sozialen Bereich qualifiziert. Mögliche Tätigkeitsfelder liegen beispielsweise bei Trägern der Wohlfahrtspflege, Wohnheimen für Geflüchtete, Schulen oder in der Erwachsenenbildung.

Kontakt

Ruth Sandforth MA

Universitätsstraße 1

56070 Koblenz

0261 287 1940

bruecke@uni-koblenz.de