Koblenz Lyrik 12: Viel und leicht, hin und zurück – Gedichte von Robert Gernhardt mit David Prosenc und Jona Mues

 

In der Reihe Koblenz Lyrik stellen David Prosenc und Jona Mues, Schauspieler am Theater Koblenz, die Lyrik von Robert Gernhardt, einem der wichtigsten deutschen Dichter der Gegenwart, vor. 

Neben Lyrik und Essays verfasste Gernhardt satirische Schriften, (u.a. in „Pardon“ und „Titanic“), war in den 1980ern als Co-Autor an diversen Otto-Shows sowie den Drehbüchern von vier „Otto-Filmen“ beteiligt und gab Bücher von Otto Waalkes heraus.  Der freiberufliche Maler, Zeichner, Karikaturist und Schriftsteller Gernhardt wurde am 13. Dezember 1937 in Reval, dem heutigen Tallin, geboren, seit 1964 lebte er in Frankfurt am Main, ab 1972 auch in seinem Haus in der Toskana. Nach seinem Tod am 30. Juni 2006 wurde er auf dem Frankfurter Hauptfriedhof beigesetzt.

Im Nachruf auf Robert Gernhardt schreibt Ulrich Greiner in der ZEIT: „Der Dichter Robert Gernhardt hat die Welt verändert, indem er seine Leser verändert hat, und seine Leser zählen nach Millionen. Er hat sie zum Lachen gebracht, aber das war kein hämisches, gemeines Lachen, sondern das Lachen der Vernunft über die Unvernunft, der Intelligenz über die Dummheit, und es war das Lachen über sich selber.“ 

Gernhardts Nachlass umfasst rund 40.000 Seiten mit Aufzeichnungen und Skizzen in den sogenannten „Brunnen“-Heften. David Prosenc und Jona Mues spüren mit einem Querschnitt aus diesem großen Oeuvre dem subtilen, intelligenten, pointierten Humor Gernhardts nach. 

 David Prosenc (li.) und Jona Mues (re.); Fotos: Matthias Baus für das Theater Koblenz

Jona Mues, geboren und aufgewachsen in Hamburg, absolvierte sein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover; zur Spielzeit 2009/2010 begann er ein festes Engagement am Theater Koblenz. Seitdem spielte er neben weiteren Rollen den Mephisto in „Faust”, Franz Moor in Schillers „Räuber” und den Heinrich Schnath in „Die Wandlung der Susanne Dasseldorf“. Derzeit ist er in „Ghetto” und „Das 20. Jahrhundert in Kartons“ zu sehen. 

David Prosenc, seit der Saison 2010/2011 im Koblenzer Schauspielensemble, stammt aus Herfordbisherige Engagements führten ihn nach der Ausbildung im Kölner Theater „Der Keller“ nach Stendal, Oberhausen, Düsseldorf und Berlin. In Koblenz war er unter anderem in „Viel Lärm um nichts”, „Der zerbrochne Krug” und „Fräulein Julie” zu sehen. Aktuell spielt Prosenc im Ein-Personenstück „All das Schöne“ sowie in „Ghetto“ und „Der nackte Wahnsinn".

 Jona Mues (li.) und David Prosenc (re.); Fotos: Matthias Baus für das Theater Koblenz

 

Nach der Lesung gibt es Gelegenheit zu einem Gespräch bei einem Glas Wein.  

Moderation:  Juliane Wulfgramm, Chefdramaturgin am Theater Koblenz

Veranstalter: Der Freundeskreis der Universität in Koblenz e. V. in Kooperation mit dem Theater Koblenz und der Stadtbibliothek Koblenz; Organisation: Professorin Dr. Helga Arend  

Karten: 5 Euro an der Abendkasse

Wann 12.06.2018
von 19:00 bis 21:00
Wo Stadtbibliothek Koblenz, Zentralplatz 1
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