EGO-Plantage

EGO-PlantageEGO Plakat

Eine szenische Groteske im Dickicht der Selbstentwürfe

Eine Produktion des Zentrum für Kultur- und Wissensdialogs (ZKW) der Universität Koblenz-Landau

 

 

„Bald werde ich nur noch Gespräche führen, die mit „Stress“ beginnen und mit „viel zu tun“ enden. In Mittagspausen sitzen, in denen von Auszeit und Aufstieg geträumt wird. Die Wolken werden über mich hinwegziehen, ohne dass ich  den Blick auf sie richte, die Sterne fallen und ich werde zu müde sein für einen Wunsch. Ich habe Angst vor stickiger Schlafzimmerluft und dem ersten vorgetäuschten Lächeln.“

 

 

 

 Wie sieht meine Zukunft aus? Was möchte ich, was soll ich erreichen? Was sind meine Wünsche? Wer bin ich selbst in dieser rasanten Welt? - All diese Fragen beschäftigen uns durchgehend. Antworten auf diese Fragen sind schwer zu finden. Das Streben nach Glück treibt uns voran. Wie Glück aussieht, hängt heute von gesellschaftlich und medial geprägten Faktoren wie Verdienst und Karriere ab. Die Realität weist Träume und individuelle Entfaltung häufig in ihre Schranken. Der Mensch findet sich als Gefangener in einem gesellschaftlichen System wieder, in der er lediglich als Ressource gehandelt wird.

„Ich will wieder den Wunsch nach Wirklichkeit spüren, nicht nur den nach Verwirklichung.“

Das Stück EGO-Plantage setzt sich mit Zukunftsängsten, Vereinsamung in der Gesellschaft und aktuelle Utopien auseinander. Zwei scheinbar konträre Welten stehen sich dabei gegenüber. Während in der einen Glück und Liebe über alles stehen, keine sozialen Hierarchien mehr vorhanden sind, das Geschlecht zur Privatsache wird, skizziert die andere eine Arbeitswelt, die mit Wohlfühlmaßnahmen auf das Private zugreift, um die Produktivität zu steigern. Verloren in Sehnsucht nach Liebe und Zeit sowie in Work-Life-Balance- Strategien gehen die Leistungssubjekte in EGO-Plantage auf die Suche nach ihrem Selbst und nach einem andern Leben.

 Mit Humor und Ironie wird die Sehnsucht nach Selbstfindung und Miteinander genauso auf die Schippe genommen, wie eine überdrehte Arbeitswelt, die Zeit und Ressourcen für Gefühle kaum zulässt. Unterstützt von viel Musik liefert die multimediale Inszenierung der beiden Regisseure Éva Adorján und Silvan Stephan mit 25 Studierenden des Faches Darstellendes Spiel/Theater abwechslungsreiche Unterhaltung genauso wie stark emotionale Momente und stellt wesentliche Fragen über unsere Lebensweise.

Der Abend gibt Einblick in die Gedankenwelt einer Generation, die zwischen allen Möglichkeiten der Moderne etwas Wesentliches nicht findet: sich selbst.

Fotogalerie: 

EGO Vorstellung 1

 

EGO Vorstellung 2

 

EGO Vorstellung 3

 

EGO Vorstellung 4

 

EGO Vorstellung 5

 

EGO Vorstellung 6

 

EGO Vorstellung 7

 

EGO Vorstellung 8

 

EGO Vorstellung 9

 

EGO Vorstellung 10