DHHTGraphen

Period: Nov 01, 2009 - Oct 27, 2020
Status: laufend

In der AG Softwaretechnik wurde über mehrere Projekte hinweg ein konsistentes und leistungsfähiges Konzept für den Einsatz von Graphen entwickelt, das auf der mächtigen Klasse der TGraphen beruht und ein von Definition über Implementation, Graphklassenmodellierung, Graphenanfragen und Zugänglichkeit in objektorientierter Entwicklung nahtlos durchgängiges Gesamtkonzept darstellt. Dieses Konzept wird jetzt als TGraphen-Ansatz bezeichnet.

Die Arbeit mit TGraphen und ihre Verwendung als Grundlage graphbasierter Werkzeuge hat gezeigt, dass die Mächtigkeit von lokalen flachen Graphen nicht immer ausreichend ist.

Der Einsatz von Graphen als Datenstruktur in verteilten Systemen erfordert die Möglichkeit, Teilgraphen dezentral verteilt separat verwalten und doch bei Bedarf als einen gemeinsamen Graphen betrachten zu können. Diese Art von Graphen werden im Kontext dieses Projektes als verteilte Graphen bezeichnet.

Die Modellierung geschachtelter Sachverhalte sowie unterschiedlich detaillierter Sichten auf einen Sachverhalt wird durch die Verwendung hierarchischer Graphen  erst praktisch anwendbar ermöglicht.  Unter hierarchischen Graphen werden dabei hier alle Arten von Graphen verstanden, die verschiedene Detaillierungsstufen kennen.

Die Repräsentation n-ärer Relationen in Graphen erfolgt im Allgemeinen durch die  Interpretation dieser Relationen als Knoten mit n Kanten. Die Relationseigenschaft geht hierbei allerdings verloren.  Natürlicher ist die Verwendung von Hyperkanten zur Realisierung n-ärer Relationen, denn dabei bleibt der Relationscharakter erhalten.

Ziel dieses Projektes ist die Erweiterung der TGraphen-Ansatzes um Konzepte der Verteilung, der Hierarchie und der Hyperkanten unter Beibehaltung möglichst aller TGraphen-Eigenschaften. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass in einem integrierten Konzept für verteilte hierarchische Hyper-TGraphen alle Anforderungen der neuen Erweiterungen gleichzeitig vollständig erfüllt werden können, da diese nicht konfliktfrei sein werden. Im Zuge der Konfliktlösung und der Abwägung wird dem Kriterium der Durchgängigkeit von der formalen Definition über die Repräsentation im Graphenlabor, die Modellierungssprache grUML,  die Anfragesprache GReQL und die generierte objektorientierte Zugriffsschicht sowie der praktischen Einsetzbarkeit in der Anwendungsentwicklung insbesondere im Werkzeugbau die höchste Priorität gegeben.
 


Funding

Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG)