SOAMIG

SOAMIG
Period: May 01, 2009 - Apr 30, 2011
Status: abgeschlossen

Moderne Informations- und Kommunikations-Technologien entwickeln sich schneller, als die Geschäftsprozesse kommerzieller Anwender. Kommerzielle Softwaresysteme bei Banken, Versicherungen und auch in der Industrie basieren oft auf Technologien aus den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Solche Systeme bergen ein großes, wirtschaftliches Potential, schließlich enthalten sie das gesamte, unternehmensspezifische Wissen sowie die individuelle Geschäftslogik eines Unternehmens. In der Praxis ist in der Regel von Legacy-Systemen die Rede.

Neben der Nutzung und Wartung von Legacy-Systemen vollzieht sich ein permanenter Technologiewechsel, der zur Folge hat, dass sich die Lücke zwischen den alten und neuen Technologien ständig vergrößert und zentrale Weiterentwicklungen der Legacy-Systeme nur auf der Basis der neuen Technologien realisiert werden können. Für die Unternehmen hat das gravierende, negative Auswirkungen, wie steigende Fixkosten, mangelnde Flexibilität, zurückgehende Programmierkenntnisse, erschwerte Integration neuer Technologien u.v.m.

Mit steigender Nutzungsdauer von Legacy-Systemem werden diese auch zunehmend "unwartbar" und die Wartungskosten der Unternehmen explodieren. Die Unternehmen werden langfristig gesehen gezwungen die Legacy-Systeme abzulösen bzw. an die neuen Technologien anzupassen.

Das SOAMIG-Projekt setzt hierfür auf den Ansatz der Software-Migration, dass heißt die Überführung der Legacy-Systeme in eine neue Umgebung  ohne die Funktionalität zu verändern. Software-Migration zeichnet sich dadurch aus, dass die Nutzungsdauer der Systeme verlängert wird, das unternehmensspezifische Wissen erhalten bleibt, im Vergleich zu Neuentwicklungen geringere Kosten enstehen und der zeitliche Rahmen überschaubarer ist.

Das Hauptziel des SOAMIG-Projekts ist daher die Entwicklung eines allgemeingültigen Vorgehensmodells für die Software-Migration mittels Transformation von Legacy-Systemen in serviceorientierte Architekturen. Es sollen Techniken zur Identifizierung zusammengehöriger Teile in Legacy-Systemen erforscht werden, die anschließend als Services realisiert werden können. Zusätzlich werden prototypische Transformationswerkzeuge realisiert, welche die Migration unterstützen und das Prozessmodell an kommerziellen Referenzsystemen evaluieren.

Projektpartner

Gefördert durch

Projektträger

 


Project partner

University of Koblenz-Landau, Institute for Software Technology
pro et con Innovative Informatikanwendungen GmbH
Amadeus Germany GmbH

Funding

01|S09017A-C

Literature

Publications

HTTP Error 404: Not Found